Beethovens Violinkonzert mit dem Stargeiger DAVID GARRETT

Weltklassegeiger und flegelhafter Rockstar, David Garrett begeistert mit seinem virtuosen Geigenspiel Jung und Alt. Spätestens seit seinem Album „Rock Symphonies“ von 2010 ist er auch bei Teenagern und Crossover-Fans beliebt. David Garretts Debüt im Festspielhaus Baden-Baden fand am 6. Mai 2011 statt. Das Erste zeigt das vom SWR produzierte Konzert am 17. August 2011 um 23.30 Uhr in Erstausstrahlung.

Der gebürtige Aachener David Garrett bekam bereits im Alter von vier Jahren seine erste Geige, mit zehn absolvierte er seinen ersten Auftritt mit den Hamburger Philharmonikern und als Dreizehnjähriger bekam er einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon. Um seine musikalischen Fähigkeiten und seine Technik zu vervollkommnen studierte Garrett an der renommierten Juilliard School Musikwissenschaft und Komposition. Mittlerweile geht er seinen ganz eigenen Weg zwischen Klassik, Rock und Pop sowie Hits aus fast allen Musikbereichen.

Unter dem Dirigat von Lorenzo Coladonato spielt David Garrett zusammen mit der Russischen Nationalphilharmonie Beethovens Violinkonzert und begeistert das Publikum im Festspielhaus Baden-Baden. Das Konzert ist am 17. August um 23.30 Uhr im Ersten zu sehen.

Bereits zuvor, um 22.45 Uhr, zeigt das Erste in der Reihe „Deutschland deine Künstler“ ein Porträt über David Garrett.

Die Konzertaufnahme läuft im Anschluss an das Filmportrait über David Garrett in der Reihe „Deutschland, deine Künstler”.

Mittwoch, 17. August, 23.30 Uhr, SWR

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Kommentare

  1. Anke Blanck
    18. August 2011 at 00:45

    Das Spiel von David Garrett in Baden-Baden war das Schönste, was ich seit langer Zeit gehört habe!!!

  2. Criticus
    18. August 2011 at 06:25

    David Garrett kann viel – ohne Frage. Er gehört aber mit Sicherheit nicht zu den Philosophen gekonnter Interpretation, sondern nimmt – und er zeigt es- das Violinkonzert eher sportlich. Er schafft es nicht, sein Instrument zum Singen zu bringen und setzte sich mit den eher verhaltenen Passagen des Konzerts offenbar nicht aseinander. Seine Phrasierungen waren nicht nachzuvollziehen und die Rythmik auch nicht durchwegs im Lot.
    Viel Beifall durch ein Publikum, das von Interpretation hoher Klassik offenbar keine Ahnung hat und sich wohl aus der Pop-Fangemeinde des Künstlers zusammensetzte.
    Schade, das Ganze…

    • Andantino
      6. Oktober 2012 at 12:33

      Richtig. Herr Garrett bietet Aufführungen, Vorführungen, jedoch selbst Musik ist er nicht und er teilt sie und sich auch nicht, weder mit anderen Musikern noch seinen Hörern.

  3. Cantate
    18. August 2011 at 09:47

    Ich habe die Aufführung in Baden-Baden am 6. Mai 2011 miterlebt. Der Leiter der Russ. Nationalphilharmonie Vladimir Spivakov war gesundheitlich nicht in der Lage, beim Violinkonzert zu dirigieren. Lorenzo Coladonato übernahm das Dirigat beim Violinkonzert “spontan”. Dieser Notfall war wohl nicht geprobt! . Durch das ganze Konzert hatte ich als Zuschauer den Eindruck, David Garrett konnte sich nicht begleiten lassen, sondern musste selbst (indirekt) dirigieren. Nach einem mit viel Vorfreude erwarteten Konzertabend ging ich völlig enttäuscht nach Hause.

  4. Manfred Flohr
    19. August 2011 at 15:24

    Man vergleiche nur mal Vadim Repin mit Garrett und dann weiß man, dass Garrett, trotz großer Virtuosität, ein ganz kleines Lichtlein ist.
    Oder er hat sich von der Rockmusik, mit deren falschen Effekthascherei dermaßen versauen lassen, dass ihm feine Phrasierungen einfach nicht mehr möglich sind, weil er sie vielleicht gar nicht hören kann?

  5. Scarabaeus
    19. August 2011 at 16:51

    Ja – Garrett spielt virtuos, sauber und präzise. Aber er fühlt nicht, was er spielt.

    <>

    Goethe war ein kliger Mann!

  6. Scarabaeus
    19. August 2011 at 16:57

    Ja Garrett spielt virtuos, sauber und präzise. Aber er fühlt nicht, was er spielt.
    >> Wenn Ihr´s nicht fühlt, Ihr werdet´s nicht erjagen,
    Wenn es nicht aus der Seele dringt
    Und mit urkräftigem Behagen
    Die Herzen aller Hörer zwingt.
    Sitzt ihr nur immer! Leimt zusammen,
    Braut ein Ragout von andrer Schmaus
    Und blast die kümmerlichen Flammen
    Aus eurem Aschenhäuschen ´raus!
    Bewundrung von Kindern und Affen,
    Wenn euch darnach der Gaumen steht-
    Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen schaffen,
    Wenn es euch nicht von Herzen geht. >>

    Goethe war ein kluger Mann!

  7. remerK, nnamlreP, nihuneM,...
    21. August 2011 at 00:49

    Garretts Spiel war einfallslos, hatte die Phrasierung eines Schülers inne, und außerdem traf die Hälfte der Töne nicht sauber! Von was Besonderem kann man dar, finde ich, nicht reden. Außer vielleicht die, ach so schmerzverzerrten, direkten, Blicke in die Kamera! Eine Blamage… Und das soll gut sein???

  8. Knut
    25. August 2011 at 14:03

    Ich war eher enttäuscht von der Vorstellung.
    Im Vergleich zu Vadim Repin einfach nur oberflächlich…

  9. Jack
    26. Oktober 2012 at 20:07

    David Garrett tingelt doch nur noch umher. Ein Geiger, der im Konzert einen Stuhl braucht – kann er die Dauer eines Solokonzertes nicht im Stehen bewältigen? Das würde die Spannung etwas erhöhen – denn sein seelenloses Spiel tut es nicht. Oder ist das etwa “cool”? Muß ein Violinkonzert von Beethoven “cool” sein? Ich denke nicht – Beethoven schafft das ganz alleine. Ich hoffe, dass Garrett seine Rockkonzerte nicht mit der Stradivari spielt. Wenn doch, sollte man sie ihm wieder abnehmen.

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