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Brillante Konfusion

8. März 2010
Ewa Kupiec: “Zalâ€; (c) Solaris Records

CD Kupiec: Zal; Solaris Records

Ewa Kupiec spielt Chopin und Schubert

Von Christoph Schlüren

Die polnische Pianistin Ewa Kupiec verfügt über feine Klangkultur, was auch tontechnisch sehr gut dokumentiert ist. Woran es fehlt, ist das organische Erfassen der Musik.

Bei Schuberts später G-Dur-Sonate steht immer wienerndes Freistil-Rubato der zusammenhängenden Gestaltung des Rhythmischen und Melodischen (ganz zu schweigen von der harmonischen Progression) im Wege, und besonders das Finale bleibt ganz fremd.

Viel extremer sind die Willkürlichkeiten bei Chopin. Gerade die Mazurken op. 59 und die Barcarolle irrlichtern in den hineingedeuteten Temporückungen. Mit den dynamischen Maßgaben der Komponisten verfährt Ewa Kupiec nach Belieben und verkehrt vieles ins glatte Gegenteil, wodurch es kurzatmig wird und verschwimmt, auch in der Polonaise-Fantasie und den Nocturnes op. 62. Bei Schubert fehlt es auch an physischer Kraft. Insgesamt pianistisch brillant und musikalisch konfus.

Ewa Kupiec: “Zal”
Chopin & Schubert
(Solaris Records)

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