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	<title>crescendo - das KlassikMagazin &#187; crescendo 2008-04</title>
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		<title>Salzburg und Bayreuth</title>
		<link>http://www.crescendo.de/blog/zwischen-nockerln-und-weckla-salzburg-und-bayreuth-im-vergleich/1230</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 15:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Morché Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>

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		<description><![CDATA[von Pascal Morché. Das Volk, von Politikern auch &#8220;der Souverän&#8221; genannt, steht wo es hingehört: Hinter der Polizeiabsperrung. Den im Juli und August meist herrschenden Tagestemperaturen angemessen, trägt der Souverän Shorts, Sandalen, Söckchen, kurzärmelige Hemden oder billige Flatterkleider. So manches Kleinkind reitet auf den Schultern eines Souveräns, was diesem erschwert, die Digicam in der Balance [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/05/schaulustige.jpg" alt="Schaulustige" />von <em>Pascal Morché</em>.</strong></p>
<p><strong>Das Volk, von Politikern auch &#8220;der Souverän&#8221; genannt, steht wo es hingehört: Hinter der Polizeiabsperrung. Den im Juli und August meist herrschenden Tagestemperaturen angemessen, trägt der Souverän Shorts, Sandalen, Söckchen, kurzärmelige Hemden oder billige Flatterkleider.</strong> <span id="more-1230"></span></p>
<p>So manches Kleinkind reitet auf den Schultern eines Souveräns, was diesem erschwert, die Digicam in der Balance zu halten. Festspiele in Salzburg und Bayreuth degradieren ihn vor den Festspielhäusern zum Dackel vor der Metzgerei. Fleischbeschau: erleben, wie die Großen teilhaben werden am Großen. Wie sie sich für‘s Große aufgerüscht und aufgerüstet, wie sie sich eben aufgestylt haben. Menschen, oder doch eher Kultur-VIPisten, von denen der Souverän hinter der Absperrung vermutet, dass sie sich mit ihrem Geist und ihrer Seele verbinden wollen, mit den Werken, die &#8220;da drinnen&#8221; gespielt, viel mehr noch, die dort &#8220;gegeben&#8221; werden. Sind das nun Seelenverwandte von Wagner und Mozart? Sind sie, diese illustren Festspielbesucher, der Seele der Musik nun wirklich näher? Das fragt sich der Souverän zwar ungläubig und doch hoffnungsvoll. Denn, so sagt er sich: Es muss doch eine Seele geben! Muss, muss, muss! Sucht sie in klassischer Musik &#8211; sonst würde diese ja auch nicht immer gespielt, wenn‘s fest- und feierlich wird: an Gedenktagen und in Aussegnungshallen.</p>
<p>Nur, oh weh: Das mit der Seele in der Musik, das ist so eine Sache. Die musikalische Vortragsbezeichnung &#8220;con anima&#8221; oder &#8220;animato&#8221; meint, dass ein Stück, oder die Passage eines Stücks &#8220;mit Seele&#8221; oder auch &#8220;beseelt&#8221; gespielt oder gesungen wird. Schon das ist entlarvend. Hätte die Musik nämlich Seele, müsste es diese Gebrauchsanweisung für Interpreten ja nicht geben. (Der &#8220;Soul&#8221;, der Musik gleich als Seele etikettiert, kennt solch italienische Bezeichnungen zwecks musikalischen Feintunings übrigens nicht.) Und wer hätte Opernintendanten und Festspieldirektoren schon jemals &#8220;Seelenverkäufer&#8221; genannt? Selbst wenn sie ihre eigene Seele längst verkauft haben; die Seele der Musik gibt‘s nicht an der Abendkasse. Für niemanden.</p>
<p>Es ist nämlich tatsächlich so: Die Musik hat keine Seele, sie &#8220;ist&#8221; Seele &#8211; und diese ist nicht billig zu haben. &#8220;Musik zu hören, ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben&#8221;, befand der Komponist Mauricio Kagel. In der Festspielzeit hat der Mann doppelt recht.</p>
<p>Weil wir nun aber das &#8220;weite&#8221; Land der Seele in der Musik vergeblich suchen, meinen wir ihre Seele unbedingt in der Aura jenes &#8220;engen&#8221; Ortes finden zu müssen, an dem wir diese Musik hören, sie (er-)leben. Das ist purer Selbstbetrug! Gottlob bleibt nämlich ein Parsifal (inkl. Seele) auch im Opernhaus von Manaus ein &#8220;Parsifal&#8221; und ein &#8220;Don Giovanni&#8221; auch in Duisburg ein &#8220;Don Giovanni&#8221;. Wir meinen natürlich, dass &#8220;Es&#8221; dort ein anderer &#8220;Don Giovanni&#8221; als in Salzburg und vor allem ein anderer &#8220;Parsifal&#8221; in Bayreuth sei; und wir versichern uns dieser Chimäre auch noch, indem wir mit bebender Stimme &#8220;für dieses Haus geschrieben&#8221; flüstern. Und dennoch ist‘s Quatsch. Schlimmer noch: Es ist gefühlter Mystizismus. Dass dieser &#8220;gefühlte Mystizismus&#8221; einem im Bayreuther Festspielhaus präsenter scheint als anderswo, das leuchtet ein. Schließlich wird hier Mythos und mit ihm so gern die letzten Dinge der Menschheit verhandelt. Da bleibt es nicht aus, dass der Ort des Geschehens selbst mit den Jahrzehnten ganz weihlich wird, dass er eine Art &#8220;seelische Patina&#8221; ansetzt. Zumal das weihliche Publikum, das zu seinem Götterdienst im despektierlich &#8220;Scheune&#8221; genannten Bayreuther Festspielhaus antritt, dieses Hochamt zur Erbauung braucht, wie Titurel den Blick auf den Gralskelch. Deshalb &#8220;pilgert&#8221; der Mensch nach Bayreuth, während er nach Salzburg fährt.</p>
<p>Bayreuth: Ein Wallfahrtsort mit Walhall. Deshalb liegt ebenso eine spürbare Aura von Oberammergau über dem Grünen Hügel, diesem hehrsten &#8220;Ort suggestiven Schwindels&#8221; (Thomas Mann), wie man in den Blumenrabatten vor dem Festspielhaus einen wertekonservativen Hauch von Bad Pyrmont atmen kann. Kurpark-Muschel meets mystischen Abgrund &#8211; und aus dem steigen ja keine profanen Opern empor, sondern Bühnenweihfestspiele. Der Souverän da draußen in Shorts und Flatterkleid ahnt von der Wandlung drinnen, in dieser seelischen Wellnessoase des oberfränkischen Fun-Palasts, wenig. Seine Frage kann nur lauten: Wo sieht Thomas Gottschalk besser aus? In Bayreuth oder in Salzburg? Die Antwort ist eindeutig: In Salzburg! Denn Bayreuth ist strenges Hochamt und Salzburg eine von Barock und Rokoko zauberhaft verschnörkelte Schiessbude. Ein Gottschalk passt besser ins aufgemaschelte Bild dieser vor katholischer Sinnlichkeit überbordenden Stadt.</p>
<p>Doch, bleiben wir noch kurz im protestantischen Bayreuth. Bleiben wir dort, &#8220;wo Wagnerland beginnt&#8221; (Theodor Fontane, 1894 in der New York Times). Die Seele dieses von Richard Wagner intendierten Hortus conclusus findet man nicht im Festspielhaus, nicht in Wahnfried, nicht am Grab des Meisters oder an den Gräbern seiner Hunde (neben Wauwau&#8221;Russ&#8221; liegt auch, wenig beachtet unter einer Hecke, Wagners Kläffer &#8220;König Marke&#8221; begraben). Der Seele Richard Wagners begegnet man viel profaner und banaler. Zum Beispiel oberhalb des Festspielhauses, wo sich angrenzend an den Parkplatz der Eingang zum Kleingartenverein Bayreuths befindet. Vor dieser gepflegten, sich in die schöne, fränkisch hügelige Landschaft ergießenden, sprießenden Schrebergarten-Siedlung parken die Wohnmobile der ganz harten Wagnerfans. Und wenn diese weißen Wohnmobile ab 15 Uhr leicht zu wackeln beginnen, so nur deshalb, weil Mann und Frau darin zu Wagner-Klängen aus dem CD-Player nichts Schlimmeres tun als Smoking und Abendkleid anzuziehen. Unterhalb des Festspielhauses, wo es zur Porzellanmanufaktur &#8220;Walküre&#8221; geht (wie soll eine Tellerfirma hier auch sonst heißen?), dort in der Tristanstraße 8 ist wohl auch jener Ort, an dem man zerklüfteter Wagnerscher Seele am nächsten ist: Der Gasthof Kropf. Wer hier nach einer Tristan-Vorstellung im kalten Neonlicht vor einer Klinkertapete sitzt und seinen Toast-Hawai mit Cocktailkirsche verzehrt &#8211; der ist nicht nur Wagners, sondern auch der Seele einer Marthalerschen Regiearbeit näher, als ihm vielleicht lieb ist.</p>
<p>Seele! Hier und in den anderen Wirtshäusern findet sie sich auf dem Kalender, der über der Bierzapfanlage hängt, und auf dem Tag für Tag jene Kürzel stehen, die sich Wagnerianern sofort entschlüsseln: Tri., Par., Rhg. oder Gödä. Bayreuth ist als Ort &#8211; im Gegensatz zu Salzburg &#8211; nicht schön und mit Wagners wonnig wogender Musik absolut nicht kompatibel. Wer sich von Christian Thielemanns Wagner-Klängen berauschen lässt, wer diesen quasi religiösen Akt von Kunstanbetung erlebt, der hat in Bayreuth später auch die Möglichkeit, aus dem Restaurant Weihenstephan zu treten und: Seinem Blick wird der Supermarkt eines Billig-Discounters auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht entgehen. So schnell kann‘s gehen am hehrsten Ort mit der Seelenzergliederung: Nach der Teilnahme am Gesamtkunstwerk wird man in Bayreuth seelisch ganz schnell wieder auf normal Null, also auf sich zurückgeschmissen. Ein traumatisierendes Erlebnis, dass einem in Salzburgs hübschen Gasserln nicht passieren kann.</p>
<p>In Bayreuth, wo Devotionalien und postalische Sonderstempel am Kiosk neben dem Festspielhaus verkauft und mancher &#8220;hot stuff&#8221; unter dem Ladentisch gehandelt wird, ist Musik Gottesdienst am Wallfahrtsort. Richard Wagners Traum vom &#8220;demokratischen Fest&#8221; konnte hier auch nach über einem Jahrhundert nicht verwirklicht werden. In der Kurparkatmosphäre vorm Festspielhaus findet sich alles andere als die von Nietzsche visionär beschworene &#8220;Gemeinschaft der Unzeitgemäßen&#8221; zusammen; hier triumphiert jene Gemeinschaft höchst zeitgemäßer Bürgerlichkeit und Biederkeit, der Wagner genau das bietet, was kein anderer Komponist seinem Publikum jemals in diesem Maße anzubieten verstand: Kompensation und Sublimation. Und weil gerade verkrampfte und verklemmte Seelen Kompensation und Sublimation suchen, ist Wagner für den bürgerlichen Menschen so faszinierend. Bayreuth und Wagners Seele, das sind &#8220;Zwa in an Weckla&#8221; (fränkisch: &#8220;zwei Rostbratwürste in einer Semmel&#8221;), und das ist Bier nebst zugehöriger Seligkeit. &#8220;What I like most about Wagner are the intervals&#8221; &#8211; so vor einiger Zeit die Werbung einer amerikanischen (!) Brauerei. Nun: Es ist ja durchaus möglich, in diesem Wagnerschen Dunst(kreis) die eigene Seele baumeln zu lassen; mehr noch: Dass kann ein wahrhaft großes Vergnügen sein.</p>
<p>Das karge, protestantische oberfränkische Städtchen, in das es aus Zufall (!) Richard Wagners Werk verschlug, ist aber so ganz und gar nicht mit dem katholischen, südlichen Salzburg zu vergleichen. Salzburg hat es ganz einfach nicht nötig, zur kollektiven Seelenerbauung seiner Besucher als Pilgerstätte zu firmieren, denn Salzburg bietet so unendlich mehr seelische Sättigungsbeilagen als Bayreuth.</p>
<p>In Salzburg wird nicht sublimiert; da wird sich nicht selbstgegeisselt; da entspricht eine Opernvorstellung nicht der Lustbarkeit einer Flagellantenprozession. In Salzburg lebt der Hedonismus, der Genuss. Es ist buchstäblich nicht so klein und so bürgerlich zwischen Salzach und Mönchsberg. In diesem Zusammenhang wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass eine Bianca Jagger wahrhaftig in anderer gesellschaftlicher und sinnlicher Liga spielt als eine Margot Werner. Die Seele der Musik, sie fällt an der Salzach nicht in sich zusammen wie Salzburger Nockerln &#8211; sogar, wenn es hier &#8220;keine&#8221; Musik, keine Festspiele gibt, scheint sie zu klingen. Salzburg ist das ganze Jahr über schön. Vergleichen wir hier nur den niedrigsten Ort des musikalischen Seelenhandels: die Kasse. Die Existenz des Wortes &#8220;Abendkasse&#8221; ist in Bayreuth ja ähnlich fragwürdig und überflüssig wie das Wort &#8220;Wahl&#8221; in einem totalitären Staat. Sie gibt es am Grünen Hügel nur pro forma. Aber rufen Sie mal in Salzburg beim Kartenbüro an, und Sie hören im Telefon die wahre Seele der Musik: Die Don Giovanni-Ouvertüre auf der Warteschleife. Diese wunderbaren Achtelläufe im Presto führen den Anrufer zu den reizendsten Kassendamen, die sich der musikalische Seelensuchende überhaupt vorstellen kann. Die Damen verkaufen &#8220;Don Giovanni&#8221;- oder &#8220;Otello&#8221;-Karten (inkl. Seele) mit jenem Charme, mit dem sie auch im Peterskeller ein Fiakergulasch, oder auf der Terrasse vom Café Bazar einen Apfelkuchen an den Tisch des Gastes balancieren würden. Man sieht sie geradezu im Salzburger Dirndl hinter den Flachbildschirmen versteckt sitzen, selbst glücklich, wenn sie einen Seelenheilsuchenden mit der Erfüllung seiner Kartenwünsche glücklich gemacht haben. Österreichischer Charme, Schmäh, das ist Seelenbalsam total.</p>
<p>Das Theater, das zwischen Anif und Aigen, zwischen Hotel Sacher-Salzburg und Goldenem Hirsch gespielt wird, ist stets so seelenvoll und lebendig, dass man endlich eine Erklärung bekommt; für die Albträume, die einem der bemüht Wagnersche Design-Schnickschnack von Pflaums Posthotel im Frankenland auslöst.</p>
<p>Dass dann abends bei den Salzburger Festspielen die Dichte an Louboutin-, Manolo-Blahnik- und Jimmy-Choo-Highheels ohnehin größer ist als in Bayreuth, verweist den beshortstesten Souverän in der Getreidegasse und am Herbert-von-Karajan-Platz in seine Schranken. Hans Sachs in Bayreuth variierend, heißt es in Salzburg: Verachtet mir den Glamour nicht und ehrt mir seine Kunst. Eine schöne Seele hat an ihm, dem Glamour, nämlich durchaus auch ihre Freude. In Salzburger Leichtigkeit perlt und prickelt das &#8220;Es&#8221;, die Seele, wie Champagner &#8211; und zwar wunderbarer Weise auf der Bühne ebenso wie im Parkett davor. Denn, wo in Bayreuth, in der Walküre, Sieglinde &#8220;des seimigen Metes süßen Trank&#8221; kredenzt &#8211; jubelt in Salzburg Don Giovanni mit seiner Champagnerarie &#8220;Finch‘han dal vino / calda la testa / una gran festa / fa preparar.&#8221; Heimat bietet beides. Seelenbalsam auch. Fragt sich nur welcher Drink und welche Musik für wessen Seele? Eine Frage, auf die der Souverän hinter der Absperrung keine Antwort bekommt und die er wahrscheinlich auch nicht erwartet.</p>
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		<title>Blick zurück nach vorn</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Sinfonien der Aufklärung Von Teresa Pieschacón Raphael  In unserer überall nach vorne orientierten Welt kann gerade der &#8220;Blick zurück&#8221; wieder modern sein. So könnten die Mitglieder des jungen Kammerorchesters aus Tirol um ihren Konzertmeister Ilia Korol gedacht haben, als sie sich 2003 bei ihrer Gründung den Namen &#8220;moderntimes_1800&#8243; gaben. Musik der 2. Hälfte des 18. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/cd_modern-times_1800_sinfonias-from-the-enlightenment_challenge-records.jpg" alt="CD-Cover moderntimes_1800: Sinfonias from the Enlightenment, Challenge Records" />Sinfonien der Aufklärung</strong></p>
<p><em><strong>Von Teresa Pieschacón Raphael</strong></em> </p>
<p>In unserer überall nach vorne orientierten Welt kann gerade der &#8220;Blick zurück&#8221; wieder modern sein. So könnten die Mitglieder des jungen Kammerorchesters aus Tirol um ihren Konzertmeister Ilia Korol gedacht haben, als sie sich 2003 bei ihrer Gründung den Namen &#8220;moderntimes_1800&#8243; gaben.<span id="more-1387"></span></p>
<p>Musik der 2. Hälfte des 18. Jahrhundert: Es ist das Zeitalter der Aufklärung mit all seinen Umwälzungen. Eine neue Vorstellung von Freiheit, Würde, Recht, religiöser Toleranz und dem Glück des Menschen bricht sich Bahn, ohne die unser heutiges Dasein nicht denkbar wäre.</p>
<p>Diesen Geist des Übergangs reflektieren die Sinfonien von Haydn und Mozart, den Bach-Brüdern -Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel, von Johann Gottlieb Graun und Johann Adolf Hasse &#8211; letztere drei hier übrigens in Ersteinspielungen. Ob zart empfindsam, anmutig heiter oder stürmisch drängend mit großem Schwung: es gilt, den Liebhaber der Musik in &#8220;Ohr und Herz zu rühren&#8221;. Eine schöne Einspielung ist dies, ergänzt mit einem liebevoll-informativen Booklet.</p>
<p><em>moderntimes_1800: Haydn, Mozart, Bach-Söhne (Challenge Classics)</em></p>
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		<title>Dukas‘ &#8220;Ariane et Barbe-Bleue&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 07:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Umtriebiger Blaubart à la France Von Uwe Schneider Dukas&#8217; poetische Blaubart-Oper liegt nun in einem Mitschnitt aus Wien von 2006 vor. Die hochdramatische Deborah Polaski stürzt sich mutig in die Zentralrolle der Ariane, überzeugt jedoch mehr mit dem Totaleinsatz ihres Soprans als mit feinen Nuancen oder betörenden Couleurs. Der umtriebige Bertrand de Billy leitet sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/cd_dukas_ariane-et-barbe-bleu_oehms-classics.jpg" alt="CD-Cover Dukas: Ariane et Barbe-Bleu, Oehms Classics" />Umtriebiger Blaubart à la France</strong></p>
<p><em><strong>Von Uwe Schneider</strong></em></p>
<p>Dukas&#8217; poetische Blaubart-Oper liegt nun in einem Mitschnitt aus Wien von 2006 vor. Die hochdramatische Deborah Polaski stürzt sich mutig in die Zentralrolle der Ariane, überzeugt jedoch mehr mit dem Totaleinsatz ihres Soprans als mit feinen Nuancen oder betörenden Couleurs.<span id="more-1391"></span> Der umtriebige Bertrand de Billy leitet sein ORF-Orchester engagiert und präzise, ohne das stilistisch Besondere zu vermitteln.</p>
<p>Mit Jane Henschel, Ruxandra Donose und Kwangchul Youn ergänzen ausdruckskräftige Solisten das Ensemble einer Aufnahme, die weder die an Wagner orientierte Modernität Dukas&#8217; noch die Expressivität des lyrischen Klangrausches, den auch Maurice Maeterlincks symbolistisches Libretto einfordert, überzeugend realisiert.</p>
<p><em>Dukas: &#8220;Ariane et Barbe-Bleue&#8221;, Polaski, Henschel, Donose (Oehms Classics)</em></p>
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		<title>Trpceski spielt Debussy</title>
		<link>http://www.crescendo.de/blog/trpceski-spielt-debussy/1383</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 16:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Spontanität und Melancholie Von Uwe Schneider Scheinbar mühelos knüpft der junge mazedonische Pianist Simon Trpceski an seine mitreißend virtuose Chopin-CD an. Diesmal sind es die kristallklar aufbrausenden Klangwellen und die perlende Ornamentik Debussys, die Trpceski klar und selbstverständlich entwickelt. Neben den zart schimmernden Farben des &#8220;Clair de lune&#8221; und den beiden spätromantisch verspielten &#8220;Arabesques&#8221; beeindruckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/cd_trpceski_debussy-images_emi-classics.jpg" alt="CD-Cover Trpceski: Debussy Images, EMI Classics" />Spontanität und Melancholie</strong></p>
<p><em><strong>Von Uwe Schneider</strong></em></p>
<p>Scheinbar mühelos knüpft der junge mazedonische Pianist Simon Trpceski an seine mitreißend virtuose Chopin-CD an.<br />
Diesmal sind es die kristallklar aufbrausenden Klangwellen und die perlende Ornamentik Debussys, die Trpceski klar und selbstverständlich entwickelt.</p>
<p><span id="more-1383"></span>Neben den zart schimmernden Farben des &#8220;Clair de lune&#8221; und den beiden spätromantisch verspielten &#8220;Arabesques&#8221; beeindruckt die technische Souveränität, mit der Trpceski die klangliche Komplexität der &#8220;Images&#8221; transparent werden lässt.</p>
<p>Mit großer Wirkung entfaltet sich die Schönheit der impressionistischen Miniaturen zwischen Spontanität und Melancholie. Leicht ironisch und scheinbar naiv kommt &#8220;Children&#8217;s Corner&#8221; daher und steigert sich konsequent zum in die Füße gehenden &#8220;Cakewalk&#8221;.</p>
<p><em>Debussy: &#8220;Images&#8221;, Simon Trpceski (EMI)</em></p>
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		</item>
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		<title>Knigge International</title>
		<link>http://www.crescendo.de/blog/knigge-international/1358</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 11:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik & Stil Knigge]]></category>

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		<description><![CDATA[Amsterdam, Tokio, Sydney. Andere Länder, andere Sitten. Testen Sie Ihr Wissen Wer viel unterwegs ist, sollte über die Benimmregeln anderer Kulturen Bescheid wissen. Machen Sie den Test. A) Sie sind in der weltberühmten Oper in Sydney. Es ist Winter, in Australien also Sommer. Die Menschen auf der Straße tragen kurze Hose und Sandalen. Darf man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/businessknigge_cover.jpg" alt="“Business Knigge International”, Haufe Verlag" />Amsterdam, Tokio, Sydney. Andere Länder, andere Sitten.</strong></p>
<p><strong>Testen Sie Ihr Wissen</strong></p>
<p>Wer viel unterwegs ist, sollte über die Benimmregeln anderer Kulturen Bescheid wissen. Machen Sie den Test.</p>
<p><strong>A)</strong> Sie sind in der weltberühmten Oper in Sydney. Es ist Winter, in Australien also Sommer. Die Menschen auf der Straße tragen kurze Hose und Sandalen. Darf man auch in die Oper in kurzen Hosen?</p>
<p><strong>B) </strong>Im Foyer des Hotels in Japan läuft nicht nur die Klima-anlage, sondern auch Ihre Nase. Müssen Sie sich zum Schnäuzen auf die Toilette entschuldigen?</p>
<p><strong>C) </strong>Konzert in Tokio: Ein anderer Gast drängelt sich in der Warteschlange vor. Soll man ihn zur Rede stellen?<span id="more-1358"></span></p>
<p><strong>D)</strong> Sie sitzen mit japanischen Geschäftspartnern nach einem Konzert bei einem Asahi-Bier in einer schicken Bar. Da Sie etwas müde sind, lehnen Sie sich entspannt in die Stuhllehne und überkreuzen ihre Beine. In Ordnung?<strong> </strong></p>
<p><strong>E)</strong> Sie sind in den Niederlanden. In Deutschland sagt man gerne auch Holland. Ist Holland ein Synonym für die Niederlande?</p>
<p><strong>F) </strong>Konzertbesuch in den USA. In einer Bar um die Ecke gibt es ein paar Drinks, die zusammen 28,60 Dollar kosten. Sie übernehmen die Rechnung, runden auf 30 Dollar auf. Richtig?<strong> </strong></p>
<p><strong>G) </strong>Wer in Italien nach dem Menu einen Cappuccino bestellt, beweist eigentlich Stil. Oder?<strong> </strong></p>
<p><strong>H) </strong>Sie sind in China. Gehen mit einem lokalen Geschäftspartner in ein feines Restaurant. Der Kellner kommt. Deuten Sie einfach auf eine Nummer und geben ihm Ihren Essenswunsch durch?<strong> </strong></p>
<p><strong>All diese internationalen Kniggefragen stehen in Kai Oppels <em>&#8220;Business Knigge international &#8211; Der Schnellkurs&#8221;</em>, 240 Seiten, Haufe Verlag.</strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><em>A) Nein. Auch der Australier schätzt zu solchen Anlässen eine formale Kleidung. Außerdem: Treten Sie in Australien niemals als Besserwisser auf.</em></p>
<p><em>B) Ja. In Japan darf man sich nicht in der Öffentlichkeit die Nase -putzen.</em></p>
<p><em>C) Nein, niemals. Vor allem als Nicht-Japaner sollten Sie einen solchen Auftritt einfach ignorieren.</em></p>
<p><em>D) Schlecht. In Japan sollte man immer aufrecht sitzen. Vor allem, wenn man einer Respektsperson gegenübersitzt.</em></p>
<p><em>E) Nein. Holland ist nur ein Teil der Niederlande. Allerdings sind die Städte Amsterdam und Den Haag Teil von Holland, das im Westen liegt. Ein kleiner Teil, der an Deutschland grenzt, gehört nicht zu Holland.</em></p>
<p><em>F) Falsch. Das Trinkgeld macht in den USA für Servicekräfte das Gros der Einnahmen aus. Zwischen zehn und zwanzig Prozent gelten als -üblich.</em></p>
<p><em>G) Falsch. Der Italiener trinkt nach dem Essen einen Espresso. Cappuccino wird &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur zum Frühstück genossen.</em><br />
<em>PS: Sagen Sie nie, niemals, einem Italiener der Cappuccino bei Starbucks sei besser gewesen.</em></p>
<p><em>H) Falsch. In China ist es noch immer die Regel, dass der Gastgeber das Menu auswählt. Allerdings wird er sich zuvor bei Ihnen erkundigen, was Sie eventuell nicht mögen.</em></p>
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		<title>Pluspunkte</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 09:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik & Stil Knigge]]></category>

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		<description><![CDATA[Accessoires sind wie die Zugabe eines Künstlers: nicht lebenswichtig, aber am Ende unersetzlich. Die passende Tasche, der richtige Schal, Schmuck ja oder nein, Leder oder Lackschuh &#8211; alles eine Frage des Wissens. Deshalb haben wir Giuseppe di Nuccio, den Leiter des Jil Sander Accessoiredepartments, aufgespürt. Hier verrät er die sieben Regeln, auf die Mann bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/jil-sander_model.jpg" alt="Jil Sander, Weekender" />Accessoires sind wie die Zugabe eines Künstlers: nicht lebenswichtig, aber am Ende unersetzlich. Die passende Tasche, der richtige Schal, Schmuck ja oder nein, Leder oder Lackschuh &#8211; alles eine Frage des Wissens.</strong></p>
<p>Deshalb haben wir <em>Giuseppe di Nuccio</em>, den Leiter des Jil Sander Accessoiredepartments, aufgespürt. Hier verrät er die sieben Regeln, auf die Mann bei Accessoires achten sollte:</p>
<p><strong>1</strong> Ein Accessoire kann ein Outfit komplettieren und ihm den letzten Schliff verleihen. Die Wirkung eines Accessoires sollte nicht unterschätzt werden, denn es setzt den Ton. Ein und demselben Outfit kann zum Beispiel mit einem Weekender, der Reisetasche für zwei Tage, eine sportliche Note gegeben werden.</p>
<p><strong>2</strong> Ein edles Accessoire kann ein Outfit aufwerten, ein sehr modisches Accessoire macht den ganzen Look zum distinguierten &#8220;fashion piece&#8221; der Saison.<span id="more-1360"></span></p>
<p><strong>3</strong> Weniger ist oft mehr. Accessoires bereichern zwar durchaus ein Outfit, sollen aber nie gezwungen aussehen. Der Schuh kann das Fundament der Silhouette bilden: Bei der neuen Herbst/Winter-Kollektion ist eine solide, skulpturartige Sohle das dezente Detail.</p>
<p><strong>4</strong> Ein handgefertigter Schuh ist wie eine teure Uhr, eines der wenigen Accessoires, das einen Mann ein ganzes Leben lang begleitet. Jil Sanders handgemachte Schuhe bestechen durch die Verwendung hochwertigster Leder, sowie viele Details in Handarbeit und sind somit Unikate.</p>
<p><strong>5</strong> Ein Accessoire ist ein Statement. In der Wahl seiner Accessoires wie Krawatte, Gürtel und Manschettenknöpfe, drückt der Mann mit Leichtigkeit sein Verhältnis zu Mode und Stil aus.</p>
<p><strong>6</strong> Hochwertige Materialien für Accessoires sind unerlässlich. Bei Jil Sander gibt es daher Boxcalf, Cordovan und sportliches Pferdeleder, genauso wie elegantes Lackleder, sowie organisch handgefärbte Leder.</p>
<p><strong>7</strong> Reisetasche, Aktentasche, Necessaire und Kleidersack sind die Basics für Herrenaccessoires. Sie sind saisonunabhängig und sollten daher klassisch gewählt werden.</p>
<p><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/jil-sander_schuhe.jpg" alt="Jil Sander, Schuhe" /><em><strong>Modernes Design kombiniert mit traditionellen Techniken, innovative Materialien und Silhouetten sind die Eckpfeiler jeder Jil Sander Männerkollektion.</strong><br />
Unter der Kreativleitung von Raf Simons hat das deutsche Luxusvorzeigelabel seine Accessoire-Linie erweitert. Ihr Kennzeichen: Die Balance zwischen Innovation und Tradition bei höchsten Qualitätsansprüchen. Die Herrenaccessoires sind in den Jil Sander Stores in Hamburg, Berlin, München und Düsseldorf sowie in den internationalen Flagship Stores erhältlich. </em><a href="http://www.jilsander.com/"><em>www.jilsander.com</em></a></p>
<p><strong>FRAGE: Was tun, wenn die Musik gar nicht gefällt?</strong><br />
Der Gentleman schweigt und geht erst zur Pause (das gilt auch für die Begleitung).</p>
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		<title>Haydn und sein Leibcellist</title>
		<link>http://www.crescendo.de/blog/haydn-und-sein-leibcellist/1382</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 13:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Weltersteinspielung Von Teresa Pieschacón Raphael Er gehört zu den Stilleren seines Fachs: der in Hamburg geborene Jens Peter Maintz. Der Arztsohn aus musikliebendem Hause, der ein Vincenzo Ruggeri-Cello von 1696 spielt, ehrt die großen Cellisten der Vergangenheit, ohne deren Inspiration manches Werk gar nicht entstanden wäre. Wie etwa Anton Kraft (1749-1820), Solocellist der Esterházyschen Hofkapelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/cd_maintz_haydn-und-kraft_edel.jpg" alt="CD Cover Maintz: Haydn, Kraft, Cellowerke" />Weltersteinspielung</strong></p>
<p align="justify"><em><strong>Von Teresa Pieschacón Raphael</strong></em></p>
<p align="justify">Er gehört zu den Stilleren seines Fachs: der in Hamburg geborene Jens Peter Maintz. Der Arztsohn aus musikliebendem Hause, der ein Vincenzo Ruggeri-Cello von 1696 spielt, ehrt die großen Cellisten der Vergangenheit, ohne deren Inspiration manches Werk gar nicht entstanden wäre.</p>
<p align="justify"><span id="more-1382"></span>Wie etwa Anton Kraft (1749-1820), Solocellist der Esterházyschen Hofkapelle und Kompositionsschüler von Joseph Haydn. Als Weltersteinspielung präsentiert Maintz Krafts Sonate op. 2/2, ein wahres Kleinod voll heiter musikantischer Verve! Flankiert wird sie von den beiden Cellokonzerten Haydns. An der Entstehung des Soloparts im berühmten D-Dur-Konzert war Kraft offenbar beratend beteiligt.</p>
<p align="justify">Der hochsensible Jens Peter Maintz weiß seinem Instrument zarteste Farbschattierungen abzugewinnen, dabei stets die Erkenntnisse der historisierenden Aufführungspraxis rhetorisch nutzend. Sehr berührend und ein wunderbarer Auftakt zum bevorstehenden Haydn-Jahr 2009!</p>
<p align="justify"><em>Maintz: Haydn, Kraft, Cellowerke (Berlin Classics)</em></p>
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		<title>Schöne Per(l)spektiven</title>
		<link>http://www.crescendo.de/blog/schone-perlspektiven/1355</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 08:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik & Stil Knigge]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst der richtige Schmuck verleiht dem Abendoutfit den wahren Glanz. Nur: wieviel Perlen verträgt die Frau (und der Mann natürlich)? Perlen begeistern den Menschen bereits seit vielen tausend Jahren. Auch Kleopatra, die Geliebte von Julius Caesar, soll einst mit ihrem späteren Liebhaber, dem römischen Feldherrn Marcus Antonius, gewettet haben, sie könne ihm das teuerste Festessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/vision-of-pearls_perlenkette.jpg" alt="Vision of Pearls" />Erst der richtige Schmuck verleiht dem Abendoutfit den wahren Glanz. Nur: wieviel Perlen verträgt die Frau (und der Mann natürlich)?</strong></p>
<p>Perlen begeistern den Menschen bereits seit vielen tausend Jahren. Auch Kleopatra, die Geliebte von Julius Caesar, soll einst mit ihrem späteren Liebhaber, dem römischen Feldherrn Marcus Antonius, gewettet haben, sie könne ihm das teuerste Festessen aller Zeiten bereiten. Ihr Trick: anstelle eines reich gefüllten Tisches servierte sie ihm nur leere Teller und zwei Gläser Wein. Die charmante Ägypterin löste eine der beiden Perlen ihrer berühmten tropfenförmigen Perlen-Ohrringe, deren Wert auf ca. 60 Mio. Sesterzen (also ca. 1,9 Mio. Unzen feinen Silbers) geschätzt wurde, in ihrem Glas Wein auf und trank es. <span id="more-1355"></span>Dann reichte sie Marcus Antonius die zweite Perle, damit er dasselbe tue. Dem Feldherrn wurde klar, dass er die Wette nicht gewinnen konnte und er gab der schönen Kleopatra die Perle zurück.</p>
<p>Perlenexpertin Jutta Schley rät in unserem diesjährigen Klassik-Knigge, zu folgenden Per(l)spektiven: &#8220;Den Herren lege ich für die Festspielsaison Manschettenknöpfe mit Perlen ans Herz. Das ist elegant, besitzt aber noch eine große Portion Individualität. Und für die Damen gilt: zum kleinen Schwarzen empfehle ich einer jungen Frau: weniger ist mehr. Sonst wirkt sie schnell überladen. Die reife Trägerin darf sicherlich auffälligeren und größeren Perlenschmuck auflegen. Denn dies wirkt selbstverständlich und verjüngend.</p>
<p>PS: Wussten Sie, dass die heutigen Perlen erst durch einen Japaner erschwinglich wurden? Er hieß Kokichi Mikimoto und er fand heraus, dass Perlen durch die Verlagerung von Epithelzellen in das Bindegewebe des Mantels der Muschel entstehen. So entstand Anfang des 21. Jahrhunderts die Zuchtperle. Die Preise purzelten, die Frauen &#8211; und Männer &#8211; freuten sich.</p>
<p><em>Jutta Schley ist Inhaberin von Vision of Pearls, Am Kosttor/Ecke Maximilianstraße, München, <a href="http://www.feine-perlen.de/">www.feine-perlen.de</a></em></p>
<p><strong>FRAGE: Wann muss man bei einem Konzert im Saal sitzen?<br />
</strong>Etwa fünf Minuten vor Beginn. Sprich: nach dem dritten Gong.</p>
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		<title>Entdeckungen von Liebe und Tod</title>
		<link>http://www.crescendo.de/blog/entdeckungen-von-liebe-und-tod/1388</link>
		<comments>http://www.crescendo.de/blog/entdeckungen-von-liebe-und-tod/1388#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 09:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[von Otter auf Schwedisch Von Uwe Schneider Die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter ist prädestiniert für so ein Aufnahme-Projekt: zeitgenössische Lieder-Zyklen aus Schweden voll überraschender Schönheiten, faszinierender Tiefen und entdeckenswerter Musiksprachen. Die Komponisten Anders Hillborg, Laci Boldemann und Hans Gefors knüpfen an die Musiktradition Schwedens im originellen Wechselspiel von Sprache und Musik an. Die Werke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/cd_anne-sofie-von-otter_orchestral-songs_universal_dg.jpg" alt="CD-Cover Anne Sofie von Otter: Orchestral Songs, Universal/ DG" />von Otter auf Schwedisch</strong></p>
<p><em><strong>Von Uwe Schneider</strong></em> </p>
<p>Die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter ist prädestiniert für so ein Aufnahme-Projekt: zeitgenössische Lieder-Zyklen aus Schweden voll überraschender Schönheiten, faszinierender Tiefen und entdeckenswerter Musiksprachen.<span id="more-1388"></span> Die Komponisten Anders Hillborg, Laci Boldemann und Hans Gefors knüpfen an die Musiktradition Schwedens im originellen Wechselspiel von Sprache und Musik an. Die Werke kreisen um die Zentralthemen Liebe und Tod.</p>
<p>Vor allem ist es die betörende Vielseitigkeit der flexibel und ausdrucksstark geführten Stimme der von Otter, die für sich einzunehmen weiß. Moderne-Spezialist Kent Nagano am Pult der Göteborger Symphoniker ist Garant für die feine Begleitung dieser Orchesterlieder.</p>
<p><em>Anne Sofie von Otter: &#8220;Hillborg, Boldemann, Gefors&#8221; (DG)</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Der große Knigge&#8221;</title>
		<link>http://www.crescendo.de/blog/der-grose-knigge/1352</link>
		<comments>http://www.crescendo.de/blog/der-grose-knigge/1352#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 10:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[crescendo 2008-04]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik & Stil Knigge]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Stößt man in der Pause eigentlich auch mit Mineralwasser an?&#8221; Eine Frage, die man am besten von Alexandra Jarosch beantworten lässt. Warum? Weil sie die Chefredakteurin von &#8220;Der große Knigge&#8221; ist. Hallo Frau Jarosch, wir finden das eigentlich in Ordnung&#8230; Jarosch: Was? &#8230;dass man auch mit Mineralwasser sein Glas erhebt. Jarosch: Sie werden auf jeden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/jarosch_der-grose-knigge.jpg" alt="Chefredakteurin A. Jarosch, “Der große Knigge”" />&#8220;Stößt man in der Pause eigentlich auch mit Mineralwasser an?&#8221;</strong></p>
<p><strong>Eine Frage, die man am besten von Alexandra Jarosch beantworten lässt. Warum? Weil sie die Chefredakteurin von &#8220;Der große Knigge&#8221; ist.</strong></p>
<p><em>Hallo Frau Jarosch, wir finden das eigentlich in Ordnung&#8230;</em></p>
<p><strong>Jarosch:</strong> Was?</p>
<p><em>&#8230;dass man auch mit Mineralwasser sein Glas erhebt.</em></p>
<p><span id="more-1352"></span><strong>Jarosch: </strong>Sie werden auf jeden Fall nicht das Foyer verlassen müssen, wenn Sie es tun. Die alte Vorgehensweise, nur mit Wein, Sekt oder Champagner zuzuprosten, ist längst passé.</p>
<p><em>Wie sieht es mit dem Handkuss aus? Man hat das Gefühl, außer Prinz Charles verwendet ihn nur noch der spanische König?</em></p>
<p><strong>Jarosch:</strong> Stimmt. Das liegt daran, dass man für den Handkuss viel Selbstbewusstsein und Mut benötigt. Wenn Sie sich aber trauen: Ziehen Sie die Hand der Dame nicht zu sich empor, sondern verbeugen Sie sich, wenn Sie zum Handkuss ansetzen. Ihre Lippen dürfen den Handrücken der Dame nicht berühren! Wichtig: Entscheiden Sie sich als Mann für diese Begrüßungsform, so müssen Sie alle anwesenden Damen gleich behandeln und mit einem Handkuss bedenken.</p>
<p><em>Wichtige Nachrichten bekommt man heutzutage auf sein Handy. Wann und wo darf ich es denn so gut wie gar nicht benutzen?</em></p>
<p><strong>Jarosch: </strong>In Theatern, Kinos, Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen ist der Gebrauch des Mobiltelefons eine grobe Rücksichtslosigkeit. Dies gilt auch für Beerdigungen, Krankenhausbesuche, in Kirchen und Museen. In einem Museum dürfen Sie aber durchaus mal Ihre SMS checken.</p>
<p><em>Harte Regeln nehmen einem doch den Spaß an der Unterhaltung. Und wir sprechen hier meist von Anlässen, die wir aus Freude besuchen. Werden wir alle grau in grau enden?</em></p>
<p><strong>Jarosch: </strong>Ganz im Gegenteil. Die Kunst besteht ja darin, sich durch das Wissen über die Verhaltensregeln den nötigen Freiraum für die eigene Persönlichkeit zu schaffen. Ich predige vielmehr: Zeigen Sie &#8211; wo auch immer &#8211; Gefühle. Legen Sie Ihre Maske ab. Stehen Sie zu Ihren Emotionen, auch im Konzert oder in einer großen Oper. Gefühlvolle Menschen strahlen Zuversicht und Wärme aus. Das sorgt am Ende auch für Einladungen.</p>
<p><img src="http://www.crescendo.de/blog/wp-content/uploads/2008/06/der-grose-knigge.jpg" alt="“Der große Knigge”" /><strong><em>Buchtipp:<br />
</em></strong>Der große Knigge<br />
Mit Takt und Stil zum Ziel.<br />
Noch mehr Antworten unter <a href="http://www.stil.de/">www.stil.de</a></p>
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