“Vorwärts gelebt und rückwärts verstanden”
17. März 2010
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Peter Ruzicka; Foto: Martin Kath
Ein Besuch bei Peter Ruzicka, dessen Gedanken so überraschend sind wie viele seiner Kompositionen
Von Burkhard Schäfer
crescendo: Dürfen wir Ihre bei NEOS erschienen sechs Streichquartette als Ihr musikalisches Vermächtnis betrachten?
Ruzicka: Es ist in der Tat eine autorisierte Einspielung. Ich war von Anbeginn begleitend dabei, nachdem ich zuvor bereits das Glück hatte, mit dem Minguet Quartett bei zahlreichen Einstudierungen meiner Streichquartette beratend mitzuwirken. Die sechs Werke sind über einen sehr langen Zeitraum von fast vierzig Jahren entstanden, so dass man durchaus von einer Dokumentation sprechen mag. Die Quartette waren ursprünglich nicht als Zyklus angedacht, aber im Nachhinein fügt sich für mich nun doch der Eindruck eines geschlossenen Ganzen. mehr
Die wichtigsten Kammermusikfestivals
17. März 2010
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Musik im Riesen; Foto: Anatol Jasiutyn
Bevor Sie selbst recherchieren müssen, haben wir Ihnen unsere Favoriten zusammengestellt:
Musik im Riesen
www.swarovski.com/kristallwelten – 5. bis 9.5.
Erlesene Vokalmusik aus fünf Jahrhunderten erklingt bei “Musik im Riesen” an extravagantem Ort: im wahrsten Sinne “im” glitzernden Schlund des Riesen von Wattens (Tirol). Das in einen Hügel eingefasste wasserspeiende Ungeheuer, bildet die Pforte zu den “Kristallwelten” der Firma Swarovski und in die Welt der Kammermusik. mehr
“Die persönlichste, intimste Art zu spielen”

Fauré Quartett; Foto: Mat Hennek
Das Fauré Quartett gehört zu den besten Kammermusik-Ensembles. Wir haben die vier Musiker im Rahmen eines Konzertabends in Stuttgart begleitet.
Von Antoinette Schmelter de Escobar
Donnerstag, 16 Uhr, Schwabenländle. Noch herrscht gähnende Leere in der Stuttgarter Liederhalle, einem verwinkelten 50er Jahre Kultur-Komplex im Herzen der Schwaben-Metropole. Auf dem Weg zum Mozart-Saal treffe ich zufällig zwei Neuankömmlinge mit kleinen Rollkoffern. Sie entpuppen sich als eine Hälfte des Fauré Quartetts. Dirk Mommertz und Konstantin Heidrich. mehr
Quo vadis Kammermusik?

Leopold Mozart mit Wolfgang und Nannerl beim Musizieren, Paris 1763, von Louis Carrogis de Carmontelle (1717-1806)
Gibt es eine Renaissance oder hat sie ausgedient? Wir begaben uns auf Spurensuche und entdeckten – neben einer faszinierenden Geschichte – auch ein simples Missverständnis.
Von Teresa Pieschacón Raphael
“Wenn man abends gegen halb neun auf der Straße einem eiligen Herrn begegnet, der den Geigenkasten unter den Arm geklemmt hat”, beschrieben es Aulich und Heimeran 1936 in ihrem Büchlein Das stillvergnügte Streichquartett, “dann kann man Gift darauf nehmen, dass das kein Berufsmusiker ist – die sind längst im Dienst – sondern ein Mensch, der zum Vergnügen spielt, ein Dilettant.”
Was aber ist ein Dilettant? Genau hier fängt das Übel an: mehr