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Zu neuem Leben erweckt

8. September 2010 1 Kommentar

Live-Übertragung aus dem Sendesaal der Mitteldeutschen Rundfunk AG, ca. 1929; Foto: MDR Triangel

Die „Goldenen Zwanziger Jahre“ waren in ihrer kreativen Rastlosigkeit auch die Zeit des Aufstiegs der Rundfunkanstalten zu allgemeiner Bedeutung. Die Redakteure hatten der inflationär steigenden Nachfrage nachzukommen, und dies nicht nur mit den immens beliebten Liveübertragungen von Konzerten. Sie wollten Musik auf den Weg bringen, die zugleich das gesamte breit gefächerte Panorama der zeitgenössischen Stile umfassen und ganz spezifisch den akustischen und sozialen Bedingungen des Mediums entsprechen sollte. mehr

fein perlend & opulent

5. September 2010

CD: "Joaquín Rodrigo - Edition Vol. 1-3"; (Brilliant Classics)

Als Synonym für spanische Musik fällt den meisten an erster Stelle Flamenco ein. Und an zweiter das „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo. Dass dieser Komponist im Lauf seines langen Lebens von 1901 bis 1999 ein wesentlich umfangreicheres Werk geschaffen hat, ist hingegen kaum bekannt. mehr

Mit der Kirche im Kopf

5. September 2010

CD: Francesco Corti: "J. S. Bach: Partiten"; (BERLIN Classics)

Der Vater war Organist, die Mutter ist Pianistin. Nachdem der Filius begonnen hatte, Violoncello, Flöte und schließlich Klavier zu lernen, studierte er dann doch Orgel. mehr

Facettenreich

5. September 2010

CD: "Rachmaninow, Mussorgsky: Songs", Ferruccion Furlanetto, Igor Tchetuev; (Prestige Classics Vienna)

„Es ist das Volk, das die Musik schafft. Wir Musiker arrangieren sie nur“, sagte Michail Glinka. Na ja, es braucht Künstler, die den Schmerz und die Intensität tragischer Existenzen, wie die des trunksüchtigen Modest Mussorgsky erahnen können, dessen verzweifelte Dostojewskische Zerrissenheit sich in seinen oft todessehnsüchtigen und bizarr düsteren Liedern vermittelt. mehr

Zu nah an den Kollegen

5. September 2010

CD: Josef Bohuslav Foerster: "Symphony No. 5", Osnabrück Symphony Orchestra, Hermann Bäumer; (MDG)

Mit der Einspielung der Sinfonien von Josef Bohuslav Foerster hat das Osnabrücker Symphonieorchester unter seinem Generalmusikdirektor Hermann Bäumer 2008 ein spannendes Projekt in Angriff genommen, das inzwischen mit einem ECHO belohnt ist. mehr

Atmend und mit viel Wärme

5. September 2010

CD: Max Reger, Henri Marteau: "Klarinettenquintette"; Klaus Hampel, Quartetto di Roma; (Naxos)

Das geschieht mir selten: Ich höre nur den Beginn einer neuen CD, und sofort weitet sich mein Herz! Herrlich atmet Regers Klarinettenquintett op. 146 (1915), vielversprechend warm der Gesamtklang – eben wie der Kopfsatz bezeichnet ist: „moderato ed amabile“. mehr

Keine dauerhafte Intimität

5. September 2010

CD: Antonio Salieri: "Requiem", Gulbenkian Chorus and Orchestra Lisbon, Lawrence Foster; (Pentatone)

Die Legenden um Mozart und Salieri verstellen bis heute den angemessenen Blick auf das Schaffen des Italieners. Aus Portugal kommt nun eine CD, die erneut Salieris Requiem von 1804 zur Diskussion stellt. mehr

Mehr Davon

5. September 2010

CD: Robert Schumann: "Sonatas", Andreas Staier, Daniel Sepec; (harmonia mundi)

Die große Überraschung dieser CD ist Schumanns Transkription von Bachs viertelstündiger Violinpartita Nr. 2 d-Moll, die der Geiger Daniel Sepec souverän gearbeitet und dramaturgisch spannungsvoll aufgebaut hat. mehr

Strategische Meisterleistung

5. September 2010

CD: Bruckner: "Sinfonie Nr.8", Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann; (Profil/Edition Günter Hänssler)

Nach dem hier auf CD festgehaltenen Konzert in der Semperoper wurde Christian Thielemann zum neuen Chef der Staatskapelle Dresden ernannt. Seine „Achte“ Bruckner in der Bearbeitung von Robert Haas dürfte all jene vielen Fans begeistern, die die Werke ihres Meisters pathetisch zelebriert mögen: mehr

Fehlender Fluss

5. September 2010

CD: Beethoven: "Symphony Nr. 5", Chamber Orchestra of Europe, Nikolaus Harnoncourt; (Styriarte Festival Edition)

Harnoncourt hat kurz vor dem hier aufgezeichneten Steirer Beethoven-Event das „eigentliche Programm“ hinter Beethovens Fünfter „entdeckt“. Der erste Satz porträtiert die innere Rebellion der Geknechteten, der zweite kontrastiert Gebet und Ruf zum Aufruhr, das Scherzo den studentischen Aufstand, das Finale den Sieg der Revolutionäre. mehr