Der singende Hornist
30. Januar 2012
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Klaus Florian Vogt; Foto: Uwe Arens
Der Tenor Klaus Florian Vogt über seine wundersame Wandlung vom Orchestermusiker zum Sänger und die Herausforderungen, die das Leben als Held – oder besser: Heldentenor – so mit sich bringt.
Von Martin Morgenstern
crescendo: Herr Vogt, in Bayreuth zahlten „Lohengrin“-Jünger letzten Sommer mehrere hundert Euro um Sie singen zu hören. Nach Ihrem Auftritt trampelte und jubelte das Publikum wie wild. Und nun sind Sie an der Semperoper still und leise in eine laufende Repertoire-Oper eingestiegen; sogar Karten gibt es noch für die nächsten Vorstellungen. Wir sind hier immer noch im Tal der Ahnungslosen, oder? mehr
Abgefahren!
6. September 2011
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Vittorio Grigolo; Foto: Jeff Dunas
Vittorio Grigolos Gesang erinnert zwar an eine romantische Kutsche, der Italiener selbst sieht sich mehr in der Rolle des Rennfahrers. Ein skurriles Gespräch über Autos, das „Ave Maria“ und sein neues Album „Arrivederci“.
Von Martin Morgenstern
Lieber Herr Grigolo, was ist das bitte für ein Renner, der hier vor Ihrer Haustüre steht? Gehört der Ihnen? mehr
Magnifico – AndrĂ© Hellers jĂĽngstes Werk
Fabelwesen faszinieren André Heller bereits seit Jahrzehnten.Etwa die zauberischen Einhörner oder der geflügelte Pegasus, auch die unbändigen Halb-Mensch-, Halb-Pferd-Wesen, die man Zentauren nennt und die bildenden Künstlern, wie Botticelli, Rubens, Böcklin, Redon und immer wieder Picasso als Anregung dienten.
Auch das trojanische Pferd darf man nicht vergessen, dazu kommen Pferdespielzeuge seiner Kindheit, mit denen er kreative Freundschaften pflegte, die diese hölzernen Gefährten durchaus in den Rang von geheimen Vertrauten hoben: ein altes russisches Steckenpferd mit speckiger roter Mähne war dabei, ein Schaukelpferd, mit dem André Heller Ausritte in von ihm erfundenen exotische Länder unternahm, ein Marionettenpferd, das ihm im Salzkammergut ein Gärtner schnitzte und vieles mehr. Nicht zu vergessen die Seepferdchen im ehemaligen kaiserlichen Aquarium der Menagerie des Schlosses Schönbrunn. mehr
Die Prinzessin

Isabelle Faust; Foto: Felix Broede
Die Violinistin Isabel Faust trifft den Ton, und wir trafen sie. Ein Gespräch über ihre „Strad“, Tempoangaben von Joseph Joachim und stabile Nerven.
VON JULIA KIMMERLE
Die gebürtige Baden-Württembergerin kam durch die Familie zur Violine: Ihr Vater nahm sie als Fünfjährige mit in den Unterricht. Sechs Jahre später gründete sie ein Streichquartett, studierte bei Dénes Zsigmondy und Christoph Poppen und gewann mit 15 den Leopold-Mozart-Wettbewerb. Den „Wunderkind“-Stempel bekam sie jedoch nie aufgedrückt. Für ihre Aufnahmen gewann sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den „Diapason d’or de l’année 2010“. Zuletzt war sie für den Klassik Grammy 2010 nominiert.
CRESCENDO: Darf ich erst einmal eine Frage zu Ihrem Instrument stellen? Ihre Geige heiĂźt ja „Dornröschen-Stradivari“. Das klingt nach groĂźem Märchen… mehr
„Die Fledermaus ist anders“

Christian Gerhaher; Foto: Alexander Basta for SONY/BMG
Ein launisches und doch tiefgreifendes Gespräch mit dem Bariton Christian Gerhaher, von dem man eines nicht bekommt: langweilige Antworten.
VON MARTIN MORGENSTERN
CRESCENDO: Sie stehen gerade in der „Fledermaus“ auf der Bühne. Wir dachten ja, Sie finden Operette doof. mehr
Mann der leisen Töne
31. Januar 2011
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Piotr Anderszewski; Foto: Sheila Rock / Virgin Classics
Schumann-Fan Piotr Anderszewski gilt als grüblerischer Querkopf. Ein Vorurteil, das wir nach dem Treffen mit dem Pianisten nicht wirklich bestätigen können.
VON CHRISTA HASSELHORST
Es gibt die Tasten-Tiger und die Klavier-Könige – beide sind (oft) Lieblinge der Medien und (meist) des Publikums. Und dann sind da die stillen Stars, um die kein glamouröser Hype ist. Die sehr talentiert sind, wundervoll spielen, Preise einheimsen, CD-Einspielungen machen und dafür von einem wissenden Auditorium hochgelobt werden. Die bei Live-Auftritten weder Tam-Tam noch Show brauchen, sondern excellent musizieren und das Publikum beglückt nach Hause schicken. mehr
„Immer dran bleiben“
30. Januar 2011
1 Kommentar

Juliane Banse; Foto: Sus iKnoll
Sopranistin Juliane Banse über ihren Film „Der Freischütz“, ihr erstes Arien-Album, Tropentauglichkeit und was sie als Kultusministerin ändern würde (wenn sie es denn wäre).
VON THOMAS VOIGT
CRESCENDO: Die Liste ihrer Aufnahmen ist ebenso abwechslungsreich wie Ihr Opernrepertoire. Aber „Per Amore“ ist nun ihre erste Arien-CD…? mehr
„Die ganz Großen, die gibt es zur Zeit nicht!“

Joachim Kaiser und crescendo-Autor Tobias Haberl im Wohnzimmer von Kaisers Anwesen in MĂĽnchen.
Deutschlands Kritiker Nr.1 blickt auf das Jahr zurĂĽck und freut sich auf Weihnachten
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CRESCENDO: Herr Kaiser, das Jahr geht zu Ende, ich wĂĽrde gern einen kleinen JahresrĂĽckblick mit Ihnen machen.
KAISER: Na dann los.
CRESCENDO: Schönste Entdeckung 2010? mehr
Unendliche Poesie

Martin Stadtfeld; Foto: Uwe Arens
Das neue Album des jungen Pianisten Martin Stadtfeld ist ein bisschen wie er selbst: Eine Sammlung romantischer Herzensangelegenheiten.
VON BURKHARD SCHÄFER
CRESCENDO: Ihre neue CD beschäftigt sich mit der Romantik. Wie aktuell ist das Thema?
MARTIN STADTFELD: Die Frage von frĂĽher und auch heute lautet doch: Wie kann man in dieser Welt bestehen, ohne sich selbst zu verlieren? Deshalb ist die Grundaussage der Romantiker brandaktuell. Sie haben sich schon frĂĽher als sehr moderne Menschen empfunden.
CRESCENDO: Überspringen Sie dann nicht kritische Ansätze der Neuzeit und die Ansätze der Neuen Musik? mehr
Flucht aus Budapest

Adam Fischer; Foto: Lukas Beck
Der spontane Abgang Adam Fischers von der Budapester Oper wirft viele Fragen auf.
Erstmals erklärt er ausführlich, wie er die Sache persönlich sieht.
VON MARTIN MORGENSTERN
CRESCENDO: Herr Fischer, vor zwei Wochen saß ich in einem Budapester Café. Am Nebentisch las jemand mit ernstem Blick die Zeitung Népszabadság, in der Ihr Rückzug aus der Budapester Oper verkündet wurde. Können Sie den Anlass noch einmal schildern? mehr