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Kind statt Espresso

21. November 2010
Julia Fischer; Foto: Uwe Arens

Julia Fischer; Foto: Uwe Arens

Wenn es um die erste Geige geht, ist Julia Fischer ganz vorne dabei. Da sie jetzt auch noch Mutter ist (und nebenbei die Paganini-Capricen eingespielt hat), stellten sich die Fragen fast wie von selbst.

VON TOBIAS HABERL

CRESCENDO: Sie sind vor einem Jahr Mutter geworden. Hat diese Erfahrung Ihre Art, Geige zu spielen, beeinflusst? mehr

“Alles, was da erklingt ist echt meins”

13. Oktober 2010
Nikolai Tokarev; Foto: Felix Broede

Nikolai Tokarev; Foto: Felix Broede

Im Alter von sechs Jahren gab er seinen ersten Soloabend in Moskau, mit 13 debütierte er in Japan, mit 23 spielte er seine erste CD in Europa ein. Julia Smilga traf den ambitionierten Pianisten Nikolai Tokarev für uns in Düsseldorf.

Auf seiner aktuellen CD hat Tokarev zwei Giganten der russischen Klavierliteratur eingespielt: Peter Tschaikowskys Erstes und Sergej Rachmaninows Drittes Klavierkonzert. Da stellt sich die erste Frage wie von selbst:

CRESCENDO: Diese zwei Konzerte hintereinander zu spielen hat bis jetzt nur einer gewagt – der amerikanische Pianist Van Cliburn – und das in einem Konzert im Jahr 1958 in Moskau, als er den Ersten Tschaikowsky Wettbewerb gewann. Wollten Sie diese Heldentat wiederholen? mehr

„Das ist sogar eine Blütezeit!”

13. Oktober 2010

Joachim Kaiser und crescendo-Autor Tobias Haberl im Wohnzimmer von Kaisers Anwesen in München.

Joachim Kaiser und crescendo-Autor Tobias Haberl im Wohnzimmer von Kaisers Anwesen in München.

Deutschlands Kritiker Nr. 1 prophezeit dem Geigen- und Klavierspiel (überraschend) eine rosige Zukunft

CRESCENDO: Herr Kaiser, Sie sitzen oft am Flügel, wenn ich Sie besuche.

KAISER: Ja, das Klavier ist meine große Leidenschaft. Es verfolgt mich schon mein ganzes Leben. Und mein Buch „Große Pianisten in unserer Zeit„ ist vielleicht nicht mein bestes, aber mein erfolgreichstes Buch. mehr

Das was ich wollte? In Ruhe gelassen werden

12. Oktober 2010

Hans Werner Henze; Foto: Ursula Kaufmann

Der Komponist Hans Werner Henze über das Leben, die Rolle seines Vaters und seine Leidenschaft, Gemüse anzubauen.

VON BURKHARD SCHÄFER

CRESCENDO: Herr Henze, Sie sind dieses Jahr 84 Jahre alt geworden, gelten als einer der größten lebenden deutschen Komponisten. Wie ‚historisch’ wird man sich, wenn man ein derart ehrfurchtgebietendes Lebenswerk wie Sie geschaffen hat?

HANS WERNER HENZE: Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch nicht daran gedacht, zur Legende zu werden (lacht). mehr

Schönes Spiel

12. Oktober 2010 1 Kommentar

Olga Scheps

crescendo lud die Pianistin Olga Scheps zum exklusiven Fototermin in die Ionischen Säle der Bayerischen Staatsoper. Auch wenn sie wie ein Model wirkt: Die 24-Jährige bekommt den diesjährigen ECHO Klassik in erster Linie für ihr Können am Klavier.

VON TOBIAS HABERL

CRESCENDO: Frau Scheps, wir haben nicht vor, mit Ihnen nur über Ihr attraktives Äußeres zu sprechen. Da lassen wir lieber die Fotos für sich sprechen. Erleichtert?

OLGA SCHEPS: Nein. Sie können mit mir über alles reden (lacht). Ich frage mich aber, ob man in anderen Branchen auch darauf angesprochen wird. Vermutlich ja, denn Äußeres spielt in unserer Zeit eben eine Rolle. Zum Glück nicht die wichtigste. So, und jetzt können wir über was anderes reden, oder? (lacht) mehr

Peinlich und beschämend!

2. September 2010

Joachim Kaiser und crescendo-Autor Tobias Haberl im Wohnzimmer von Kaisers Anwesen in München.

Deutschlands Kritiker Nr. 1 erklärt uns die Welt. Thema diesmal: München und der Umgang mit Stardirigenten.

CRESCENDO: Sie leben seit über 50 Jahren in München. Wie finden Sie den Verlust von Christian Thielemann und Kent Nagano?

JOACHIM KAISER: Ich finde es peinlich und beschämend! München ist eine Musikstadt, in der mehr Dirigenten ersten Ranges nebeneinander fest engagiert waren als irgendwo sonst. Dirigenten von Weltrang haben hier eine große Tradition. Noch schlimmer aber finde ich, dass es keine Nachfolger gibt! Solche Leute darf man doch nicht ziehen lassen, wenn gleichwertiger Ersatz fehlt. mehr

Haltung bewahren

2. September 2010

Elina Garanca; Foto: Gabo/DG

Die lettische Sopranistin Elena Garanča über Carmen, spanische Zarzuelas und den Stolz ihrer Heimat

Von Teresa Pieschacón Raphael

CRESCENDO: Sie hatten gerade ein Engagement als Carmen an der Bayerischen Staatsoper. Die Figur der Carmen musste ja sämtliche Obsessionen von Regisseuren ertragen, sie wurde als edle Göttin, Schlampe, Rasseweib und Powerfrau mystifiziert oder unterdrückte Seele verkitscht. Was ist sie denn für Sie persönlich? mehr

Ich wollte nicht Opernsängerin werden

1. September 2010

Elisabeth Kulmann, Foto: Robert Kittel

Elisabeth Kulman ist die Stimme des Sommers. Wir trafen die sympathische Mezzo-Sopranistin in ihrem einsamen Refugium während der Salzburger Festspiele – fernab vom stressigen Musik-Business.

Von Thomas Voigt

Ihre CD-Projekte sind so ungewöhnlich wie ihre Laufbahn. Und wenngleich sie an der Wiener Staatsoper das große Mezzofach und in Salzburg Glucks „Orfeo“ singt, ist sie das Gegenbild der „typischen“ Opernsängerin. Das merkt man nicht nur beim gemeinsamen Nachmittagstee, sondern auch im persönlichen Gespräch. mehr

Ich lasse mich einfach vom Leben überraschen

1. September 2010 2 Kommentare

Rolando Villazón, Foto: Anja Frers/DG

Rolando Villazón über seine Auszeit, (die er als heilsam empfand!), neue Entdeckungen und seine Heimat Mexiko, in die er ein bisschen verliebt ist.

Von Tobias Haberl

Für ein Interview mit Rolando Villazón reist man gerne nach London. Wir treffen ihn im St. James Hotel, Park Place, London SW1A 1LS. Der Concierge trägt hier noch Zylinder. Rolando Villazón sitzt. Man sieht ihn kaum, seine Haare sind so lang. Er blickt auf und blitzt einen an, feurig und voller Energie. Ja, auch er selbst freue sich auf das Interview, aber er müsse erst noch einen Blick in die holzvertäfelte Bibliothek werfen. Vielleicht könne er da ein, zwei wertvolle Bücher mitgehen lassen. Ein kleiner Scherz – natürlich. Guter Zeitpunkt, um mit dem Interview zu beginnen:

CRESCENDO: Sie haben mal gesagt, als Sänger durchlaufe man mehrere Entwicklungsphasen. 2009 war ein schwieriges Jahr für Sie, nach einer Operation an den Stimmbändern mussten Sie pausieren. In welcher Phase befinden Sie sich gerade? mehr

Hinterfragend, nachdenkend – und nicht nur bildschön

11. Juni 2010 2 Kommentare

Elina Garanča

Elina Garanča; Foto: Gabo/DG

Elina Garanča im Pressegespräch in München/
Konzerte in Regensburg und München

Von Barbara Angerer-Winterstetter

Sie ist der Star der diesjährigen Thurn und Taxis Schlossfestspiele mit Opernarien von Donizetti bis Bizet (18. Juli) und zugleich gastiert sie mit ihrer „Habanera“-Tournee, einer musikalischen Liebeserklärung an Spanien, am 26. September 2010 in der Münchner Philharmonie: Elina Garanča, die lettische Mezzo-sopranistin, die im Alter von 33 schon von der MET bis zur Wiener Staatsoper an allen großen Opernhäusern gastierte und 2007 wie 2009 den ECHO-Klassik in der Kategorie „Sängerin des Jahres“ erhielt.

Szenenwechsel nach München: Abends zuvor verlockte sie noch Jonas Kaufmann als umwerfende, derzeit wohl beste „Carmen“ an der Münchner Staatsoper und badete im Beifall, tags darauf sitzt Elina Garanča beim Pressegespräch im Bayerischen Hof und plaudert in sonniger Stimmung – über ihre Katze, über ihren Garten und über ihren Mann, den bekannten Dirigenten Karel Mark Chichon, der auch ihre aktuelle Tournee begleitet. mehr