Das Publikum hat gewählt: Die zehn “Schönsten Opern aller Zeiten”
Im Mai 2009 hatten 3sat, ZDFtheaterkanal und Classica zur Wahl der “schönsten Oper aller Zeiten” aufgerufen.
Bis September konnten die Zuschauer aus insgesamt 30 vorgeschlagenen Opern – ausgewählt nach den Besucherzahlen, erhoben in der jährlichen Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins – die zehn beliebtesten wählen.
Nun stehen die Top Ten fest: Es sind “Aida” von Giuseppe Verdi, “La Bohème” von Giacomo Puccini, “Carmen” von Georges Bizet, “Don Giovanni” von Wolfgang Amadeus Mozart, “Fidelio” von Ludwig van Beethoven, “Lohengrin” von Richard Wagner “Der Rosenkavalier” von Richard Strauss, “Tosca” von Giacomo Puccini, “La Traviata” von Giuseppe Verdi und “Die Zauberflöte” von Wolfgang Amadeus Mozart.
Damit beginnt der Countdown für die Wahl zur “schönsten Oper aller Zeiten”. Die zehn Zuschauerfavoriten werden im Rahmen der gleichnamigen Programmreihe ab Dezember 2009 in 3sat, ZDFtheaterkanal und Classica präsentiert. Um den Zuschauern die Wahl zu erleichtern, werden die Opern in unterschiedlichen Inszenierungen in den Sendern ausgestrahlt. Vor jeder Sendung führt eine Dokumentation in das Werk ein und gibt Hintergrundinformationen dazu.
Das Ergebnis der Wahl wird schließlich in einer großen Finalshow am 9. Januar 2010 ab 20.15 Uhr in 3sat (Wiederholung im ZDFtheaterkanal am 10. Januar, 19.40 Uhr) mit vielen prominenten Gästen präsentiert. Die Moderation übernimmt der Stargeiger Daniel Hope. Stars werden für ihre Lieblingsoper einstehen und für sie “werben”. Denn am Ende entscheidet erneut das Publikum, welche Oper die “Schönste aller Zeiten” ist.
Ausführliche Informationen zu der Programmreihe und alle Sendetermine finden Sie unter www.die-schoensten-Opern-aller-Zeiten.de.













Thomas
Ich finde alle gut, aber wo bleibt die Norma?
Peora
Und wo bleibt Figaro? Don Carlo? Otello? Falstaff? Holländer?
Bei solchen Hitparaden bleibt immer irgendein Meisterwerk auf der Strecke.
Was soll’s Hauptsache Oper im Fernsehen.
U. Bräunlich
Mir ist eine klassische, regietheaterfreie Aufführung einer nicht ins Finale gekommenen Oper als ein Lohengrin von Konwitschny in Hamburg!!
Viola
Statt Don Giovanni und Fidelio hätte ich mir Figaros Hochzeit und den Barbier von Sevilla gewünscht, Geschmäcker sind halt verschieden.
Willi Kempter
Das Ergebnis ist ein Querschnitt. Habe mit sowas gerechnet.
2 mal Verdi. 2mal Puccini; 2mal Mozart. Hätte nicht gedacht, dass Lohengrin und der Rosenkavalier darunter sind, was dafür spricht,dass ein sehr sachkundiges Puplikum gevotet hat. Schade
ist vielleicht, dass Rigoletto und Troubadur nicht dabei sind. Für den
Gesamtsieg habe ich drei Favoriten!
Peora
Man muß sich ja nun nicht einbilden, daß die gewählte Oper wirklich “die schönste” ist. Sie hat dieses Ranking gewonnen, c’est tout. Wie Viola angemerkt hat: die Geschmäcker sind verschieden.
Ich kenne Leute, die würden “Johnny spielt auf” oder “Billy Budd” auf den ersten Platz setzen und sie hätten damit nicht weniger recht als ich mit meinem Figaro.
Ferdinand Franz
Die Hauptsache für mich ist bei alledem, dass man jetzt hoffentlich
auf etwas mehr Opernsendungen im Fernsehen rechnen darf.Die
Rangfolge in der Publikumsgunst ist dabei zweitrangig.
Manon52
Vielleicht könnten sich noch mehr Leute für Opern begeistern, wenn man bei der Ausstrahlung auch auf Aufführungenen zurück-greifen würde, die auch im Bühnenbild und der Inszenierung auf die Handlung schließen lassen. – Moderne Inszenierungen wie die jetzt gezeigte von Lohengrin – sind für Laien doch nicht zu begreifen und gefallen auch mir nicht sonderlich – sie schrecken eher ab!
Schön wär es, wenn z.B. auch der Theaterkanal ein Teletext hätte und eine Programmvorschau ausgestrahlt würde, statt auch hier den üblichen ZDF-txt………..!
gianetta
Wie auch immer, diese Veranstaltung ist hoffentlich nicht der “Abgesang der Oper”. Nach längerer Abstinenz fand ich im vergangenen Jahr zu meiner alten Liebe “Oper” zurück, habe viele musikalisch schöne Aufführungen gesehen (über die Regie kann man streiten), was mich aber traurig stimmt; es gibt kein junges Publikum. Vielleicht kann das Medium Fernsehen ein paar junge Leute erreichen und begeistern.
Walter Lagemann
Sehr geehrtes Team!
Hinsichtlich der ausgewählten Opern muß man unterstellen, daß damit keine Rangfolge beabsichtigt wurde. Zu den von Ihnen ausgesuchten Opern gefallen mir insbesondere die Dirigenten und die Sänger. Das Regiekonzept läßt doch sehr zu wünschen übrig. Man versucht , möglichst die gegenwärtige Realität mit der Musik in Verbindung zu bringen, daß leider nur ansatzweise erreicht wird. Im übrigen haben die Komponisten auch neben ihrer großartigen Musik in ihrer Partitur Vorstellungen entwickelt, wie sie sich die Bilder zur Musik vorstellen. Die Abweichung sollte daher nur in einem bestimmten Ausmaß erfolgen. Ich hätte mir natürlich außer den herausgestellten Opern zwei Opern besonders gewünscht:
Othello von Verdi neben Parzifal von Wagner.
Ich hoffe, daß Sie mit ihrer musikalischen Intension auch die jungen Zuhörer erreichen. Deshalb vielen Dank!
Helga
Warum wurden für die ausgewählten Opern an bestimmte Bühnen bevorzugt?
Teich
Außer La Bohème sind leider alle Opern nicht den alten Meistern
entsprechend (Bühnenbild + Inszenierung) dargestellt worden.
Die Komposisten würden sich im Grabe umdrehen, so häßlich!!
Mein Mann und ich sind Openrfans, aber nun verzichten wir in
die Oper z u gehen und hören nur noch die schöne Musik der alten
Meister
L.Börner
Leonore
1.1.2010 um23:38
Warum sendet man nicht so schön inzenierte Opern aus der
Staats oper Berlin?Zum beispiel die herrliche Zauberflöte in der
Inzenierung von A Everding?Sie begeistert Kinder und Erwachsene.
Aus der Staatsoper Berlin sind fast alle Opernaufführungen wunder-
bar,sehens und höhrenswert.
Walter
Die gestrige Operninszenierung ( Don Giovanni) war sehr geschmacklos. Man hätte sich beispielsweise an der Inszenierung der Hambuger Staatsoper orientieren können. Wo bleiben nur die Regisseure von dem Kaliber Everts? Ich hoffe, daß für die übrigen Opern bessere Szenen vorgesehen sind.
Walter
Peter Grießer
2.1.2010 19:00Uhr
Es wurden schon schöne Opern ausgewählt, aber bestimmt nicht die schönsten Opern.Leider wurden keine guten Inzinierungen aus-
gesucht! Wenn junges Puplikum erreicht werden soll, dann sind
diese Aufführungen sicher nicht der richtige Weg.Auch sollte immer
ein Untertitel eingeblendet werden.
Peter
Die Wiedergabe ” LA Boheme” war in jeder Hinsicht perfekt. Die großartige Musik von Puccini gepaart mit herausragenden Sängern und einer geschmackvollen Inszenierung kann einfach nicht übertroffen werden. Für jeden Opernliebhaber wird der gestrige Abend unvergessen bleiben. Daher großes Kompliment für die Auswahl dieser Oper!!!
Diethard Hein
Die Auswahl ist eine Katastrophe. Bühnenbildner (in) und Regieleute hätten sich wirklich etwas besseres einfallen lassen sollen. Mit diesen schlimmen modernen Aufführungen werden mögliche neue Interessenten eher vergrault. Im Übrigen ist die Auswahl der Werke stark einseitig auf bestimmte Interpreten zugeschnitten.
solveig schmidt
l a traviatra, die schönste oper aller zeiten
Dr. Bimbes
Was sind die “Die schönsten Opern aller Zeiten”? Welche Auswahlkriterien sollen gelten? Dies über die Besucherzahlen zu entscheiden ist eine Möglichkeit, aber das Ergebnis zeigt , dass damit genau das herauskommt, was immer herauskommt.
Eigentlich muss einem das MozartVerdiPucciniWagnerStrauss Genudel doch inzwischen komplett zum Hals heraus hängen. Gibt’s denn nichts anderes? Wenn schon “Die schönsten Opern aller Zeiten”, dann hätte man mindestens den Giulio Cesare oder die Alcina von Händel erwarten können.
Edmund Raab
Zauberflöte:
Katastophale Inszenierung, nüchterne Kulissen, kein Baum zum Aufhängen, Kühlschrank, um Messer aufzubewahren, Hühner rupfende Kinder, ständiges Türen zuschlagen, eine Zumutung, Rezept, um Opernbesuche zu vermiesen.
Willi Kempter
Ich komme in den Genuss, dass ich außer 3 Sat und dem Theaterkanal auch Classica anschauen kann, so könnte ich jede der Opern dreimal sehen. Ich suche mir aber immer die schönste Inszenierung aus. Modernes Regietheater fällt bei mir durchs Raster.Den Lohengrin habe ich in München diesen Sommer selbst angeschaut (musikalisch und sängerisch auf höchstem Niveau, die Inszenierung war absolut besch…..)
Bei der Übertragung, die bei der Premiere aufgezeichnet wurde, hat man bei der Applausordnung den Regisseur nicht ausgestrahlt.Dieser wurde zurecht gnadenlos ausgebuht. Hier könnte man ruhig zeigen, dass solche Reaktionen auch zum Theater gehören. Die heutigen Regisseure kommen sich unwahrscheinlich toll vor, die sollten sich mal Inszenierungen von Otto Schenk oder August Everding anschauen, man kann diese heute noch an den großen Häuser der Welt genießen.
Margot Nitzsche
“La Boheme” und “Carmen” waren für mich ein Hochgenuß!!! In allen Punkten sehr, sehr gut; dagegen war mir “Die Zauberflöte” zu nüchtern und ich schaltete nach dem 1. Aufzug ab. Bei “Don Giovanni” hielt ich gar nicht lange aus. Schade was mit den wunderbaren Werken gemacht wird. Ich kann Mozarts Musik nicht mit weißen Wänden und Schiebetüren usw. in Einklang bringen.
schneewi
Bin derselben Meinung wie Diethard Hein am 3.1..- Nach der abschreckenden Aufführung der Zauberflöte und der noch schrecklicheren von Don Giovanni wollte ich heute den Fernseher nicht mehr anschalten, tat es aber schließlich zum Glück doch.Was für eine wundervolle Inszenierung von Carmen! Wo kann ich einen Mitschnitt erhalten ? – Falls Sie mit diesen Sendungen auch beabsichtigen,auch neues Publikum für die Oper zu gewinnen, zeigen Sie bitte werkgerechte Wiedergaben, an denen man sich in jeder Hinsicht ( Kulisse, historische Kostüme, Schauspiel, Musik) erfreuen kann ! Wie wäre es mit Felsenstein – Inszenierungen?
Werner Georg Fehlinger
Die schönste Opernaufführung ist und bleibt der “DON GIOVANNI” von 1954 mit Cesare Siepi, dem besten Giovanni, der jemals auf einer Bühne gestanden hat! Hier stimmte ALLES, Regie, (die zeitgemässe Darbietung), das Bühnenbild, die Kostüme, die gesangliche Darbietung war einmalig, ebenso die schauspielerische Leistung der Sänger und Sängerinnen – insgesamt eine absolute Meisterleistung! Die unbedingte Nr. 1 der gezeigten Aufführungen.
Helmuth Zellner
Es mögen wohl die bekanntesten und am öfteren auf den Bühnen aufgeführten schönsten Opern, die bis gestern Abend gesendet wurden, gezeigt worden sein. Bis auf “Fidelio” und “Carmen” (außerdem “La Boheme” als Opernfilm) waren die Inszenierungen/Bühnenbilder und Kostüme mehr als katastrophal, sodaß meist das musikalische Vergnügen (beste Sängerinnen/Sänger/Dirigenten und Orchester) in den Hintergrund traten. Dieses kann man auch mit einer CD-Gesamtabspielung ohne Ärgernis erreichen.
Margarete
Endlich kann ich mal meinem Herzen Luft machen! Das “moderne Regietheater” kann dem traditionellen Publikum die Lust am Theater vergraulen! Die Jugend kann man damit nicht heranziehen, eher ihr die letzten romantischen Gefühle vergraulen. Was sollen z. B. die Mädchen in Unterwäsche auf der Bühne? Hier ist die Schwelle zum “Unanständigen” schon überschritten. Solche Inszenierungen habe ich mir geschenkt, denn auch die alten Meister würden sich im Grabe herum drehen.
Wunderschön waren die Boheme und Carmen. Hier stimmte die Darstellung von Zeit und Kostüm. Die Sänger waren hervorragend.
In meiner Jugend hatte die Schule ein Theateranrecht vermittelt, und vor den Jugendkonzerten wurde das angebotene Programm erläutert.
Frajo Belting
Abstimmungen wie diese sind immer fragwürdig. Ich denke nur noch mit Grauen an die ZDF-Umfrage nach den “besten Musikstars aller Zeiten”, bei der sich Wolfgang Amadeus Mozart hinter Herbert Grönemeyer und Udo Jürgens, aber glückllicherweise gerade noch vor Peter Maffay und Nena platzieren konnte.
Die jetzige Umfrage nach der angeblich “schönsten Oper” wird zudem sehr stark verfälscht durch teilweise haarsträubend skurrile “moderne” Regie-Unfälle.
Peter Hammer
Es wäre natürlich auch denkbar, dass Menschen, wie Regisseure, Bühnenbildner usw., die sich nach langer Ausbildung, viel Erfahrung, harter Probenarbeit und dergleichen mehr mit einem Stück beschäftigen, gar nicht so dumm sind. Es wäre denkbar, das Produktionen, die es rechtfertigen viel Geld in ihre Aufzeichnung zu investieren, gar nich so schlescht sind. Vielleicht sind es ja die Handvoll Ewiggestrige, die dafür sorgen, dass Oper nicht als aktuell gesehen werden kann, dass nur wenig junges Publikum da hin findet. Vielleicht ist es ja so, dass Themen von 1780, 1850 oder 1910 heute anders zu akzentuieren sind, als zu Großmutters Zeiten. Vieleicht wäre etwas mehr Kopf und weniger Ultrakonservativismus hilfreich. Vielleicht gäbe es dann auch öfter Oper im TV. Vielleicht liegt die Katastrophe ja nicht darin, dass es keinen Baum in der Zauberflöte gibt, sondern darin, dass manches Hir keine neuen Verästelungen findet. Vielleicht leben wir tatsächlich 2010 und nicht 1958 oder 1976. Ja, vielleicht ist deswegen die Oper tot.
Teich
Inszenierung und Bühnenbild Katastrophe!! Die alten Meister würden sich im Grabe umdrehen. Es vergeht einem die Lust mehr in die Oper zu gehen. Warum können Sie die Opern nicht so inszenieren und Bühnenbilden, wie sie von den Komponisten und Librettisten gedacht und dargestellt wurden.
Also nochmals Inszenierung und Bühnenbild absolut häßlich!!!
Gisela Rölver
Ich bin kein Opernkenner. Die Dokumentationen vorher waren ein Glücksfall um unerfahrene Musikliebhaber auch an die Oper (n) heranzuführen. Warum keine Untertitel? Woher bekommt man den Text? Man muß schon viel Fantasie haben um den Inzenierungen folgen zu können. Es waren tolle Abende, bei Kerzenschein und einem guten Glas Wein. Danke!
Meine Lieblingsoper: La Boh`eme.
Peter Giloy
Die Zauberflöte ist meine Lieblingsoper und so hatte ich mich auf den 3. Januar gefreut; aber welche Enttäuschung! Mir ging es genauso wie Herrn Raab. Welchen Sinn hat solch ein ödes einfallsloses, modernistisches Bühnenbild?
Wurde hier nicht eine große Chance vertan, Menschen für die Oper zu begeistern?
Andreas K.
Enttäuschung auf der ganzen Linie!
Schon das Motto ist anmaßend und dann die einseitige Auswahl. EINE der schönsten Opern wäre “Eugen Onegin”. Und nicht nur der Musik oder einer “klassischen” Inszenierung wegen. Überhaupt: Wo blieben die russischen Opern??? “Die Nase” von Schostakowitsch zum Beispiel? Oder Prokowjew?! Auch Britten ist genial oder Schreker und so weiter. Ich habe es nicht verstanden, warum mir schon wieder klassisches Repertoire in den unmöglichsten Interpretationen gezeigt wird. Und dann auch noch 10 mal. Schade, dass die Oper ab dem 20. Jh. so vernachlässigt wird.
Gerhard Axt
Mir persönlich ist die Auswahl der Opern viel zu einseitig! Es sind zwar zwei Mozartopern dabei, diesen Komponisten verehre ich sehr. Aber die Austattung sowie die Kostüme sollten doch der Zeit in der die Opern spielen angepaßt sein. Die Sängerinnen und Sänger sowie alle Mitwirkenden müssen sich doch veralbert vorkommen, wenn Sie in moderner Kleidung des 21. Jahrhunderts in Stücken des 16. oder 18. Jahrhunderts auftreten müssen. Die Auswahl der Interpreten allerdings und
Ihre Stimmen sind allerbeste Qualität. Ebenso die der Orchester.
Elfriede
Verdi und La Traviata – da geht das Herz auf!
In Salzburg eine der schönsten Inszenierungen und die besten Sänger weit und breit!
Ursula
Heute, am 05.01.2010, wurde die schönste Oper gesendet. La Traviata ist mit großem Abstand die am besten inszenierte Oper dieser Reihe. La Boheme, Film, und Carmen waren noch zu ertragen. Die supermodernen Inszenierungen sind oft nicht zu verstehen und oft an der Schmerzgrenze. Aber die Idee Opern zu senden ist lobenswert. Leider viel zu selten.
Monika I.
Hoffentlich der Anfang einer regelmäßigen Oper-Sendung, mit Kritik, Diskussionen, Empfehlungen, Publikumbefragung, Interviews usw.
Marianne Sobkowski
Ich war tagelang im 7. Opernhimmel. Absoluter Höhepunkt: die Traviata aus Salzburg 2005. Geniale Inszenierung – modern, aber überzeugend -, sängerisch ganz große Klasse: unwiederholbar. Ein Fernsehabend mit Kerzen, Weinglas und Taschentuch.
Peora
Nun ja, was da zur Zeit gezeigt wird sind eben die letzten 10 Opern die nach einer über Monate gehenden Publikumsabstimmung übrig geblieben sind. Das “normale” Opernpublikum, zu dem ich mich auch zähle, hört und sieht nun mal die Zauberflöte und die Traviata lieber als “Die Nase” oder “Billy Budd”. Ist doch nicht schlimm, solch ein Ranking ist doch ohnehin eher ein Spaß und nicht ernst zu nehmen. Ist Figaro besser als Don Giovanni? Don Carlo besser als Traviata oder Rosenkavalier Und natürlich haben sie recht viele Opern des 20. Jahrhunderts zu vermissen. Aber wir sollten nicht immer soviel meckern sondern uns freuen, daß der Oper zumindest für kurze Zeit im Fernsehen der Stellenwert eingeräumt wird, der sonst so sinnlosen Beschäftigungen wie mit-dem-Auto-im-Kreis-rumfahren oder Bälle-ins-Tor-treten zugestanden wird. Das sollte uns über die grausamen Inszenierungen hinwegtrösten. Bei der Zauberföte wurde es mir allerdings auch zu blöd: nach 20 Minuten habe ich abgeschaltet und die Bergmannverfilmung auf DVD eingelegt. So hatte ich doch noch einen wunderschönen Opernabend.
Rigoletto
Wir Opernliebhaber können nur hoffen, dass das Fernsehen jetzt, nach diesen schönen Opernaufführungen, mehr solche kulturellen Sendungen bringt. Wir werden ja leider nicht verwöhnt mit Opern und klassischen Konzerten, ausser in der Weihnachtszeit.
Vielleicht sind ja auch einige Zuschauer, die sonst nicht so für diese Musik sind, auf den Geschmack gekommen.
Mir fehlte übrigens auch der “Rigoletto” !!!
Irmgard Schmidt
Mit großer Freude las ich die Ankündigung dieser Opernabende. Ich freute mich sehr darauf. Zu meinem Entsetzen waren die beiden Mozartopern,auf die ich mich sehr freute, nicht zum Anschauen. Wie kann man die Künstler in solche Kostüme stecken!! Ich schaltete entsetzt um – Schade!! Meister Mozart würde sich im Grabe umdrehen! Warum wurde nicht mal der Applaus dieser Opern gesendet? Es wäre bestimmt auch interresant gewesen.
Armin P.S.
Lobenswert und gut, der Versuch Opern einem weiten Publikum nahe zu bringen.
Mozart und die Zauberflöte-eine etwas eigenartige Inszenierung.
Wo ist da die bunte Lebensfreude geblieben?
Verdi und La Travita-große Emotionen! Beste Sängerin und Sänger! Für mich die schönste Oper.(s.Kommentar von Elfriede vom 05.01.2010)
Roswitha G. und Barbara H.
Leider konnten wir nicht alle tollen Operninzenierungen ansehen- aber unser Favorit “La Traviata” in der Aufführung aus Salzburg 2005;tolle Inzenierung und wunderbare SängerINNEN;
barbara schaefer
ich freue mich auf heute abend und bin gespannt. Ich kann mich nur nicht für rinr Opren begeistern, sondern gleich drei davon. Wir werden sehen.Ich bin begeistert, dass wir an diesen Veranstaltungen, wenn auch nicht live, teilhaben dürfen.
Patrizia
Solche “Wettbewerbe” sind zwar fragwuerdig, aber man hat den Vorteil, wiedermal vom heimischen Sofa aus tolle oder auch weniger ansprechende moderne Inszenierungen kennen zu lernen. (z.B. die fuerchterliche Riesenuhr in Traviata)
Mein persoenlicher Vorteil:
Ich bin nun auch ein Fan von Richard Strauss und Renee Fleming, (und ausserdem freue ich mich bereits ueberirdisch auf den Siegfried, Ende Januar).
Eul. Resier
warum gab es eigentlich keine Opern von Flotow, Lortzing, Smetana usw? Das fand ich sehr schade, denn die haben wunderbare Werke geschrieben und das in deutsch!!
Schimmele Stefan Aalen
Den vielen Zuschriften, welche die hypermodernen Inszenierungen kritisieren, will ich zu 100 Prozent recht geben. So schreckt man neue Zuschauer von vornherein ab. Warum keine deutschen Untertitel? Nicht jeder kann italienisch bzw. kennt den Inhalt.
anja hueber
Gut, dass ich die Sendung aufgezeichnet hatte. So konnte ich die nervigsten Abschnitte vorspulen. Die inkompetenten und kindischen Moderatoren waren unerträglich. Wie schon bei den oberflächlichen, halbstündigen Dokus über die Opern, erfuhr man auch hier so gut wie nichts über die Komponisten und ihr Werk. Stattdessen klärt uns ein gefühlt 14jähriges Blondchen darüber auf, dass in Österreich auch deutsch gesprochen wird, macht Witzchen mit dem Geiger Hope und flirtet mit Don Giovanni – d’Arcangelo. Und was der jedem Klassik- und Opernfan sicherlich bekannte Rapper mit seinem Auftritt in der Sendung sollte, bleibt wohl auch sein Geheimnis. Dafür hat es die Erotik des Don Giovanni und der Carmen den Machern und teilweise ihren Gästen wohl besonders angetan. Überbewertung von Sex and Crime. Wen wundert’s?! Interessante Themen wie z. B. unterschiedliche Interpretation durch die musikalische Leitung, Textverständlichkeit, Notwendigkeit von Text- und Werkkenntnis, Anforderungen an die Sänger, Exzesse des modernen Regietheaters (das in der Tat immer mehr “alte Hasen” vergrault, ohne “neue” oder “jüngere” hinzuzugewinnen), das alles wurde bestenfalls kurz angesprochen. Stattdessen durfte sich eine sogenannte Opern-Kabarettistin so richtig auslassen und die Werke lächerlich machen. Der Boulevard lässt grüßen. Fazit: Man muss 3sat und Arte dankbar sein, dass man überhaupt noch Oper im Fernsehen zu sehen bekommt. Aber auf Rankings und Blödelshows können wir verzichten.
Birgit Voll
Ich sehe das Problem nicht! Es wurde kein anderer Anspruch erhoben, als zu unterhalten. Ich bin sicher, dass man mit Diskussionen über Interpretationen und unterschiedliche Inszenierungen niemanden hinter dem Ofen hervor holt, der sich nicht schon immer für Oper interessiert hat. Ich denke, wir hatten Unterhaltung auf hohem Nieveau – mehr war in diesem Rahmen nicht drin.
Auch ich fand es schade, dass nicht unbedingt die “besten” Inszenierungen gebracht wurden. Möglicherweise ist dies auch eine Kostenfrage.
Es war keine Plattform für Gegenüberstellungen von “stockkonservativen” Inszenierungen und modernem Regietheater beabsichtigt. Und dass nicht jedermanns Vorlieben berücksichtigt werden können, ist selbstverständlich.
Zumindest konnten Opernliebhaber endlich einmal in dieser Musik baden.
Es wäre sicherlich dienlich, wenn sich (die gleichen?) Fernsehsender dazu durchringen könnten, wenigstens einmal im Monat eine Oper zu senden, mit ausführlichen Besprechungen, Beispielen, Diskussionen, etc., und das nicht unbedingt zu einer Zeit, wie das meist geschieht, irgendwann um Mitternacht, sondern zur “Primetime”, letztendlich haben die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten einen Bildungsauftrag, und Ähnliches wie vorgeschlagen würde den Sendern gut zu Gesicht stehen im Wust von Hitparaden und Stadls und Pilcherschnulzen.
Das hat zwar sicherlich auch seine Existenzberechtigung, aber als Klassikliebahaber fühle ich mich doch sehr vernachlässigt.
Also lassen sie uns nicht schimpfen und kritteln! Beackern wir lieber die Sender, dass man uns bei der Programmgestaltung in Zukunft mehr berücksichtigt.
Jens
Wo kann man einen Mitschnitt aller 10 Opern erhalten?
Rita
“Schuster bleib bei deinen Leisten”, der Sinnspruch passt auch zu den Moderatoren der Abschlußssendung: Daniel Hope ist ein exzellenter Violinist und sollte das auch zur Freude aller weitermachen und TV-Moderationen lieber anderen überlassen.
Der Titel der Sendereihe, “Die schönsten Opern aller Zeiten”, ist mir in Zeiten, wo “Deutschland sucht den Superstar” und anderer Unsinn ein breites (Musik-)Publikum ansprechen, nebensächlich gewesen, denn auf den Inhalt kommt es an. Wann gibt es sonst im TV die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit 30 Opern zu sehen?? Im TV herrscht ansonsten Klassik-/Oper-Wüste!! Es gibt herrliche Inszenierungen, wobei es wohl letztendlich eine Frage des Geldes – des Budgets – war, welche Aufführung gezeigt werden konnte. Opern auf einer Scala von 1 bis 10 zu bewerten, halte ich für sehr unglücklich. Jede Oper ist auf ihre Art schön, dem einen gefällt diese, dem anderen eine andere. Reine Geschmacksache und hat nichts mit gut – besser – am besten zu tun.
Trotz alledem ein Lob für die Opernreihe und ich will davon gerne mehr im TV sehen – egal unter welchem Namen, von mir aus auch “Deutschland sucht die Superoper”
mathias
hallo,
ich suche “die schönsten opern aller zeiten” als dvd. kann mir jemand einen tipp/hinweis geben, ob es die zwischenzeitlich gibt oder wann ggf. die veröffentlichung gibt? oder ist so etwas gar nicht in planung?
lg mathias
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