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Der junge Beethoven

8. Januar 2010
CD-Cover “Der junge Beethoven”; (c) Sony Classical

CD "Der junge Beethoven"; Sony Classical

Nicht recht packend

Von Benjamin-Gunnar Cohrs

Martin Stadtfeld beginnt seine Auseinandersetzung mit Beethoven an dessen Wurzeln – Werken aus der Bonner und frühen Wiener Zeit. Zu sechs Solo-Stücken gesellt sich das wohl schon vor 1790 begonnene, zweite Klavierkonzert und als Epilog noch das Lied „Adelaide„ op. 46. Im Booklet nimmt Stadtfeld zu seinem Album-Konzept Stellung. Er möchte Willensstärke und Zielstrebigkeit, auch Sehnsucht und Zartheit des jungen Beethoven herausstellen.

Das Ergebnis wirkt eher disparat: Man wollte offenbar auf ein Klavierkonzert nicht verzichten, doch der Live-Mitschnitt mit der Staatskapelle Dresden unter Sebastian Weigle wirkt über weite Strecken routiniert und vom halligen Klang gnädig bedeckt. Dramaturgisch erweist sich die Wahl als Eigentor. Vielleicht hätte es bei Solostücken oder einer Kombination mit mehr Liedern bleiben sollen. Stadtfeld musiziert schön und kultiviert, aber es fehlt mitunter an packendem Zugriff.

„Der junge Beethoven„
Stadtfeld, Staatskapelle Dresden, Weigle
(Sony Classical)

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