DiDonato als Belcanto-Diva

CD “Coltran, the Museâ€; Virgin Classics
Viva Rossini!
Von Uwe Schneider
Würde man die Solo-CD des Jahres wählen, das Rossini-Album der amerikanischen Mezzosopranistin Joyce DiDonate wäre in der engsten Wahl. Ihr gelingt nach der phänomenalen SoloDebüt-CD „Furore„ mit Händel-Arien erneut der Beweis, dass Gesangskultur mehr sein kann als die Vermarktung eines Sängernamens.Ihr Rossini zeigt eine heute selten gehörte Legato-Kultur, perlende Koloraturen, die sie sowohl als stürmische Attacken wie auch als verführerische Linien in den Dienst des Ausdrucks stellen kann. Verzierungen und Dynamikabstufungen bis ins zarteste Pianissimo hinein drängen sich nicht effekthascherisch in den Vordergrund, sondern sind tiefster Ausdruck eines Belcanto-Verständnisses, das sinnlicher und emotionaler kaum sein kann. Dabei stellt sie jene Heroinen Rossinis in den Mittelpunkt, die einst seine legendäre Muse Isabella Colbran kreierte: Armida, Desdemona, Elena, Pamira und Semiramide.“Colbran, the Muse”Joyce DiDonato(Virgin Classics)









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