Eine Wahre Rarität

CD: Monteverdis "L’ Orfeo", Paul Hindemith; ORF Edition Alte Musik
Hindemiths L’ Orfeo
Von Teresa Pieschacón Raphael
Paul Hindemith und Nikolaus Harnoncourt: Als sie Anfang der Fünfziger einander begegneten war Hindemith ein etablierter Komponist und Dirigent über sechzig und Harnoncourt ein junger ungestümer Cellist der Wiener Symphoniker, der alles dran setzte, die Musikwelt aus den Angeln zu heben. Beide verband die Liebe zur Alten Musik und den historischen Instrumenten, die Harnoncourt leidenschaftlich sammelte, weshalb man gleich zu ihm ging, als es hieß, Hindemith wolle in Wien “L’ Orfeo” produzieren.
“Außer den Harfen, den Tasteninstrumenten und den Zinken konnte ich alles beisteuern.” Mit Kollegen, dem späteren Concentus Musicus, “haben wir in der Josefstädter Straße das ganze Instrumentarium durchprobiert. Es hat entsetzlich geklungen mit den Zinken!” “Wie die Irren” übten sie bis zu jenem Tag 1954, als die Oper konzertant unter der Leitung von Hindemith aufgeführt wurde. Der Rest ist Geschichte.
Claudio Monteverdi: “L’Orfeo”
Paul Hindemith
(ORF Edition Alte Musik)













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