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In Trance gespielt

16. März 2010
DVD: “Volodos in Vienna. Live from the Musikverein Wien”; (c) Sony Classical

DVD: Volodos in Vienna. Live from the Musikverein Wien; Sony Classical

Volodos im Musikverein

Von Teresa Pieschacón Raphael

Der Musikverein Wien: Welch größere Ehre für einen Musiker als ein Auftritt hier, in dem akustisch wohl besten Musiksaal der Welt, zwischen goldenen Säulen, im Spalier stehenden Karyatiden und der imposanten Orgel, auf der bereits Anton Bruckner spielte. Vom Plafond aus blicken Apoll und die Musen herab. Diesmal auf Arcadi Volodos.

Ganz in Schwarz gekleidet betritt “The unsmiling virtuoso” die Bühne, weltentrückt, von seinem Publikum kaum Notiz nehmend. Melodisch, von großer Liebe zum Detail erfüllt ist sein Spiel, ob bei der Sonata Nr. 7 von Skrjabin, Ravels “Valses nobles”, Schumanns intim bildhafte “Waldszenen” oder Liszts satanischem Drama “Dante Sonate”.

Oft scheint es, als spiele sich Volodos in Trance, impulsiv, ganz für sich, doch nicht immer mit einem Konzept. Bachs “Sicilienne” zeigt es: Der musikalische Gedanke kommt nicht zum Ziel. Keiner weiß, wohin die Reise geht.

“Volodos in Vienna. Live from the Musikverein Wien”
(Sony Classical)

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