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Junge Musik-Power

17. Februar 2010

Die Jungen Münchner Symphoniker spielten im Deutschen Theater am Rosenmontag zum Tanz auf

Von Barbara Angerer-Winterstetter

Seit Jahren erfreut sich der Bal Classique in Abendrobe im Münchner Deutschen Theater am Rosenmontag größter Beliebtheit. Auch im stimmungsvollen Ausweichquartier mit großer Tanzfläche in Fröttmaning. Das Besondere daran aber ist, dass hier ein Laienorchester aus vielen Schülern, Studenten aller Fakultäten und Berufstätigen einen ganzen Ballabend bestreitet und viele Stunden lang Walzer, Polka, Tango und Foxtrott spielt. Und zudem immer wieder Konzert-Einlagen. Die Jungen Münchner Symphoniker unter der Leitung von Bernhard Koch musizieren, weil sie es wollen und lieben. Das spürt man. Dass dabei nicht immer alles rein klingt und die schwere “Candide”-Ouvertüre rhythmisch ein klein wenig zu vertrackt ist, stört nicht wirklich – viel mehr begeistert das Engagement der Musikerinnen und Musiker für die Sache an sich. Jedenfalls sprang der Funke am Rosenmontag auch aufs ständig volle Tanzparkett über.

Zwei Entdeckungen der musikalischen Solo-Einlagen sollen dabei nicht unerwähnt bleiben: Zum einen die junge Münchnerin Lena Neudauer, die als Dreijährige mit dem Geigenspiel begann und heute technische Raffinessen mit größter Selbstverständlichkeit meistert – und das mit viel Musikalität. Im Mai diesen Jahres erscheint ihre Debut-CD bei Hänssler Classic gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie mit Einspielungen aller Werke für Violine und Orchester von Robert Schumann.

Zum anderen überzeugte die in Landsberg geborene Caterina Prestele, die vom Philharmonischen Chor München kommt, mit einem schönen, sicheren Sopran und viel Charme in der Bühnenausstrahlung. Viel junge Musik-Power also am Rosenmontag. Eine schöne Sache!

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