Kein Rostropowitsch

CD: Tschaikowsky - "Variationen über ein Rokoko-Thema", Prokofjew - "Sinfonia Concertante"; Virgin Classics
Capuçon spielt Tschaikowsky und Prokofjew
Von Teresa Pieschacón Raphael
Wie Johnny Depp gibt er sich auf dem Cover, der Blick grimmig, hinter schwarzen kinnlangen Haarsträhnen versteckt; an der Hemdmanschette die Initialen GC. Wir hätten Gautier Capuçon auch so erkannt. Der französische Cellist ist nach St. Petersburg gekommen um unter Ägide von Valery Gergiev Prokofjews selten gespielte Sinfonia Concertante op. 125 aufzunehmen, seinerzeit Mstislaw Rostropowitsch gewidmet, der das Werk 1952 zur Uraufführung brachte.
Ich weiß, der Vergleich ist unfair, aber die Power des Alten und schwelgerische Expressivität für Prokofjews prägnante Melodik und Rhythmen – man staune auf you tube – hat der junge Gautier Capuçon nicht. Zart, fast sentimental und Melodien-verliebt gibt sich der Jüngling, von Valery Gergiev unterstützt; das wird dem leidenschaftlichen Prokofjew nicht gerecht. Solide musiziert: Tschaikowskys Variationen über ein Rokoko-Thema.
Tschaikowsky: “Variationen über ein Rokoko-Thema”
Prokofjew: “Sinfonia Concertante”
Gautier Capuçon
Orchestra of the Mariinsky Theatre, Valery Gergiev
(Virgin Classics)













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