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Mozartwoche 2013 unter neuer Leitung

24. Januar 2012

Stiftung Mozarteum Salzburg (außen); Foto: Christian Schneider

Vom 24. JÀnner bis 3. Februar 2013 lÀdt die Stiftung Mozarteum Salzburg zur Mozartwoche ein.

Mozarts Opera seria Lucio Silla, 1772 geschrieben, zeigt die Entwicklung Mozarts zum reifen Komponisten.

In dieser Neuinszenierung der Mozartwoche 2013 wird Lucio Silla im Szenischen historisch informiert, dabei trotzdem neu und aufregend zu sehen sein – wie es Marc Minkowski mit seinen Musiciens du Louvre Grenoble musikalisch immer wieder vorgefĂŒhrt hat; Regie fĂŒhrt Marshall Pynkoski. (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, in Kooperation mit dem Musikfest Bremen)

Das von Mozart 1772 vertonte Textbuch des Giovanni de Gamerra wurde in der Folgezeit noch mehrmals komponiert – so 1774 von Johann Christian Bach, außerdem von Pasquale Anfossi. Als spannende Rundschau zeigt die Mozartwoche 2013 alle drei Fassungen: neben der von Mozart auch Johann Christian Bachs Lucio Silla mit dem Mozarteumorchester Salzburg unter Ivor Bolton und AuszĂŒge aus der Fassung von Pasquale Anfossi mit JĂ©rĂ©mie Rhorer und Le Cercle de l’Harmonie.

Johannes Maria Staud, 1974 in Innsbruck/Tirol geboren, gilt heute als international geschĂ€tzter Vertreter der jungen österreichischen Komponistengeneration. Die Stiftung Mozarteum Salzburg hat ihn fĂŒr die Mozartwoche 2013 mit Auftragswerken betraut, darunter die Bearbeitung von Mozarts Fantasie c-Moll KV 475 fĂŒr Orchester und mit einem Werk, das von dem Mozart Kinderorchester uraufgefĂŒhrt wird. Auch sein Segue, das auf einem Fragment Mozarts basiert, wird in der radikal ĂŒberarbeiteten Neufassung von 2008 zu hören sein.

Die Wiener Philharmoniker sind seit der ersten Mozartwoche im Jahr 1956 dem Festival zentral verbunden. 2013 wird das Orchester unter zwei der aufsehenerregendsten Dirigenten der jungen Generation – Gustavo Dudamel und Teodor Currentzis – ebenso wie unter dem herausragenden Dirigat von George PrĂȘtre und mit namhaften Solisten zu erleben sein; Mozart, Wagner, Staud, Bizet – verblĂŒffende, funkelnde Programme fĂŒr die Mozartwoche.

Das neu gegrĂŒndete Mozart Kinderorchester der Stiftung Mozarteum Salzburg wird in der Mozartwoche 2013 sein BĂŒhnendebĂŒt feiern. In diesem Klangkörper können Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren die wunderbare Erfahrung machen, zum Orchester zusammenzuwachsen und ihre Spielfreude auf das Publikum zu ĂŒbertragen. Möglich wird dieses Projekt durch die enge Kooperation insbesondere mit dem Musikum Salzburg sowie mit den umliegenden Musikschulen (Salzburger Land, Berchtesgadener Land, Landkreis Traunstein).

Von Mozart bis zur Gegenwart: Sechs Gastorchester legen das Moderne an der Klassik und das Klassische an der Moderne frei. Die Academy of St Martin in the Fields spielt Mozart und BartĂłk, Sir Simon Rattle liest die abschließende Symphonie-Trias mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment neu, AndrĂ©s Orozco-Estrada setzt sich am Pult des Mahler Chamber Orchestra mit der g-Moll-Symphonie auseinander und spĂŒrt Strawinskys Neoklassik nach. AndrĂĄs Schiff folgt mit seiner Cappella Andrea Barca Mozarts AuslĂ€ufern zu Beethoven und Schubert, Marc Minkowski zeigt mit den Musiciens du Louvre Grenoble, wie sich Gluck und Wagner zum exemplarischen Musikdrama Don Giovanni verhalten, das Ensemble intercontemporain und das SWR Vokalensemble Stuttgart unter George Benjamin gelangen ĂŒber Messiaen und Boulez bis zu Johannes Maria Staud.

Richard Wagner, dessen 200. Geburtstag gefeiert wird, ist 2013 zum ersten Mal in der Mozartwoche zu hören und wird in interessanten Kombinationen prÀsentiert.

Salzburger Orchester mit prĂ€sentieren sich in fĂŒnf Konzerten der Mozartwoche 2013. Die Camerata Salzburg ist unter Louis LangrĂ©e zu hören, mit Werken, die Verbindungen von Mozart und Paris aufzeigen. Die beiden Programme bewegen sich auch im Stil des „Mostly Mozart Festival“, das Louis LangrĂ©e erfolgreich mehrere Jahre in New York geleitet hat. Das Mozarteumorchester Salzburg wird neben der konzertanten AuffĂŒhrung von Johann Christian Bachs Lucio Silla u. a. die Symphonie in C von Igor Strawinsky unter Pablo Heras-Casado interpretieren, das Sinfonieorchester der UniversitĂ€t Mozarteum unter Milan Turkovic ein reines Mozart-Programm.

Die Museumskonzerte in Mozarts Geburtshaus und im Mozart-Wohnhaus sind eine einmalige Gelegenheit, Instrumente aus Mozarts Besitz zu hören: Erstmals in Mozarts Geburtshaus werden seine Violine und der von Anton Walter gefertigte HammerflĂŒgel („Garser“) von Francesco Corti und Thibault Noally gespielt. Im Mozart-Wohnhaus wird Alexander Melnikov Sonaten von Mozart und Johann Christian Bach spielen, Sonya Yoncheva Lieder und Arien der befreundeten Komponisten singen und Florian Birsak am Clavichord, Cembalo und HammerflĂŒgel zu hören sein.

Begegnungen außergewöhnlicher Werke und außergewöhnlicher Musikerpersönlichkeiten finden in den intimer besetzten Kammer- und Solistenkonzerten der Mozartwoche 2013 statt. Les Vents Français verknüpft Musik von Ravel, Poulenc und Mozart, das junge Quatuor Diotima, konfrontiert Musik von Schubert und Johannes Maria Staud mit Ravel, wĂ€hrend Olivier Messiaens Quatuor pour la Fin du Temps in einen Dialog mit BartĂłk, Ravel und Staud tritt. Das Emerson String Quartet musiziert mit dem Pianisten Menahem Pressler, Gerald Finley gestaltet mit Julius Drake eine Matinee und die Jazzimprovisationen des polnischen Pianisten Leszek Mozdzer werden zu vorgerĂŒckter Stunde ihren Reiz entfalten.

Das Programm der Mozart Ton- und Filmsammlung im Mozart-Wohnhaus nimmt direkten Bezug auf die Konzertprogramme der Mozartwoche 2013, zeigt die Vielfalt möglicher Interpretationen auf und zeichnet weite Bögen. So werden Mozarts drei letzte Symphonien unter Sir Simon Rattle vorgestellt oder auch der Film „Vatel – Ein Festmahl fĂŒr den König“ in der Ausstattung des BĂŒhnenbildners der Neuinszenierung von Lucio Silla in der Mozartwoche 2013, Antoine Fontaine.

Ab 25. JĂ€nner 2013 zeigt die Ausstellung „Mozart Bilder“ im Mozart-Wohnhaus „Mozart-Bildnisse im Spannungsfeld zwischen RealitĂ€t und Wunschdenken vom 18. bis 21. Jahrhundert“, wobei die grĂ¶ĂŸte Sammlung originaler Mozart-PortrĂ€ts, die sich im Besitz der Stiftung Mozarteum Salzburg befindet, mit wertvollen Leihgaben ergĂ€nzt wird.

Zwei hochkarĂ€tig besetzte Round Tables werden einen wissenschaftlichen Zugang zu Lucio Silla und Johann Christian Bach öffnen. EinfĂŒhrungs- und KĂŒnstlergesprĂ€che werden das Programm der Mozartwoche 2013 ergĂ€nzen.

Donnerstag, 24.1. – Sonntag, 3.2.13, Mozartwoche Salzburg

Weitere Informationen finden Sie unter www.mozarteum.at

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Ein Kommentar zu “Mozartwoche 2013 unter neuer Leitung”

XYZ

25. Januar 2012 um 21:33 Uhr

Wenn es immerhin eine einzige szenische Oper bei der Mozartwoche 2013 gibt – sind die SĂ€ngerinnen/SĂ€nger so nebensĂ€chlich oder unbekannt um sie nicht zu erwĂ€hnen. Viele Zeitungen haben ausfĂŒhrlicher berichtet und auch, man habe eine Schluss-Arie aus Lucio Silla, da ‘zu schmal brĂŒstig’, aus der gleichnamigen Oper von Johann Christiann Bach eingetauscht….

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