Musikfest Stuttgart 2010 – Symposium “Die Musik der Nacht”
Das Musikfest Stuttgart beginnt am 28. August. Drei Wochen und viele NĂ€chte lang feiert das Musikfest die Schönheiten und AbgrĂŒnde der Nacht – wie immer mit herausragenden Solisten und Ensembles.
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Als EinfĂŒhrung in die Thematik findet am 30. und 31. August in den RĂ€umen der Bachakademie das Symposium âDie Musik der Nachtâ statt. Nachts bekommt die Musik einen anderen Klang. Sie erzeugt unter freiem Himmel eine besondere Festlichkeit. Komponisten sind fasziniert von einer Musik, die das Dunkel beschwört oder im völligen Dunkeln zu spielen ist. In Malerei und Dichtung spielt die nĂ€chtliche Musik ihre je eigene Rolle.
Das wissenschaftliche, jedoch allgemein und ohne Voranmeldung zugĂ€ngliche Symposium, das von Dr. Michael Gassmann, dem Chefdramaturgen und wissenschaftlichen Leiter der Bachakademie, konzipiert und geleitet wird, widmet sich den vielen Facetten der âMusik der Nachtâ.
Das Symposium wird einem Vortrag des Musikwissenschaftlers Prof. Dr. Thomas Schipperges (Mannheim) ĂŒber die Geschichte nĂ€chtlicher MusikauffĂŒhrungen eröffnet.
Zu den Referenten des zweitĂ€gigen Symposiums zĂ€hlen auĂerdem der bekannte Publizist und Opernexperte Dietmar Holland, der ĂŒber âDie Bedeutung der Nacht in der Operâ referieren wird.
Aus kunsthistorischer Perspektive (NĂ€chtliches Musizieren in der Malerei ) und literaturwissenschaftlicher Sicht (Nacht, Musik und Wahnsinn in ausgewĂ€hlten literarischen Texten des 19. Jahrhunderts) nĂ€hern sich Prof. Dr. Andrea Gottdang (UniversitĂ€t Salzburg) und Dr. Tilman Speckelsen (Frankfurter Allgemeine Zeitung) dem Thema âNachtâ.
Der Theologe Dr. Stephan Wahle (Freiburg) widmet sich den nĂ€chtlichen Liturgien von Weihnachten und Ostern. Michael Neureiter, PrĂ€sident der Stille-Nacht-Gesellschaft, Ăsterreich, wird ĂŒber die Geschichte und Rezeption des bekannten Weihnachtsliedes sprechen.
Höhepunkt des ersten Symposiums-Tages ist die AuffĂŒhrung des Streichquartetts âIn iij noct.â von Georg Friedrich Haas. Der österreichische Komponist setzte sich in diesem Werk mit der Möglichkeit des Musizierens im Dunkeln auseinander.
Das Kairos Quartett wird das StĂŒck in völliger Finsternis spielen, die Musiker können weder die Noten noch die Mitspieler sehen, sie sitzen in gröĂtmöglicher rĂ€umlicher Entfernung voneinander. Das Symposium wird mit einer Lesung aus literarischen Texten des 19. Jahrhunderts beendet (Rezitation: Barbara Stoll).
Symposium Die Musik der Nacht
Bachakademie, Johann-Sebastian-Bach-Platz, 70178 Stuttgart
Montag, 30. August 2010
16:30 BegrĂŒĂung Chefdramaturg Dr. Michael Gassmann
17:00 Vortrag Prof. Dr. Thomas Schipperges (Hochschule fĂŒr Musik Mannheim)
âDenn die Nacht ist keinem Dinge mit solcher innigen Freundschaft zugethan, als der
Liebe und dem Schlafâ â Zur Geschichte nĂ€chtlicher MusikauffĂŒhrungen.
18:00 Vortrag Georg Friedrich Haas (Lörrach)
âDie sternenhelle Nacht war nun mein Element gewordenâ
19:00 Konzert Kairos Quartett
Georg Friedrich Haas *1953 Streichquartett Nr. 3 âIn iij noct.â
Dienstag, 31. August 2010
9:00 Vortrag Dietmar Holland (Publizist, Mindelheim)
âZeit, Angst, Geheimnis â Bedeutungen der Nacht in der Operâ
10:30 Kaffeepause
11:00 Vortrag Dr. Stephan Wahle (Albert-Ludwigs-UniversitÀt Freiburg im Breisgau)
âNox illuminatio meaâ – Die nĂ€chtlichen Liturgien von Weihnachten und Ostern
11:45 Vortrag MMag. Michael Neureiter (PrĂ€sident der Stille-Nacht-Gesellschaft Oberndorf/Ăsterreich)
Einsam wacht – Zur Geschichte und Rezeption des Liedes âStille Nacht, heilige Nachtâ
12:30 Mittagspause
14:00 Vortrag Prof. Dr. Andrea Gottdang (UniversitÀt Salzburg)
âMondscheingeiger und »musikliebende Gespenster« – NĂ€chtliches Musizieren in der
Malereiâ
15:00 Vortrag Dr. Tilman Spreckelsen (FAZ, Frankfurt am Main)
»Aber das Saitenspiel tönt fern aus GĂ€rten« â Nacht, Musik und Wahnsinn in
ausgewÀhlten literarischen Texten des 19. Jahrhunderts
16:00 Kaffeepause
16:30 Lesung Barbara Stoll Texte von E.T.A. Hoffmann u. a.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bachakademie.de









Trudel GĂNTHER
Am 3. Sept. 2010 um 22 Uhr waren wir in der Schlosskirche Stuttgart beim Konzert fĂŒr Harfe (Goldberg-Variationen). Die schöne Musik wurde oft ĂŒbertönt von der unglaublichen LĂ€rmkulisse des Weindorfes. Es ist sehr schade, so einen Abend nicht wirklich geniessen zu können. Mein Wunsch fĂŒr evtl. spĂ€tere Jahre: Kirchen aussuchen, die nicht direkt beim Weindorf sind.
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