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RRRungs!

17. März 2010
CD Poulenc: “Concerto”; (c) Oehms Classics

CD Poulenc: Concerto; Oehms Classics

Kraftvoller Poulenc

Von Martin Morgenstern

Die CD schlägt im Ohr ein wie eine Bombe. Drei Konzerte Francis Poulencs werden geboten: das für zwei Klaviere und Orchester in einer krachenden Version für zwei Klaviere, Orgel (Hansjörg Albrecht) und Schlagzeug (Babette Haag). Das besinnliche “Concert champêtre” (Cembalokonzert), geschrieben für Wanda Landowska, die sich bei der Uraufführung durch die Musik “völlig unbeschwert und fröhlich” fühlte (bis heute können wir‘s nachvollziehen).

Und schließlich das von Marcel Duruflé registrierte und auch uraufgeführte große Orgelkonzert von 1938. Einsätzig ist es, wuchtig, kantig; die grandiosen Klangsäulen werden noch durch Paukenwirbel dramatisiert. Aber auch leise, unirdische Passagen gibt es. Das Bach Collegium München begleitet Albrecht kongenial. Zuhörende Kleinkinder verstecken sich weinend hinter den Eltern. Das ist Musik! Kraftvoller, frischer als so mancher heutige Neutöner.

Poulenc: “Concerto”
Tal & Groethuysen, Bach Collegium München, Hansjörg Albrecht
(Oehms Classics)

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