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Steinbacher spielt slawische Violin-
konzerte

27. Dezember 2009
CD-Cover Arabella Steinbacher: “Dvorak/Szymanowski: Violinkonzerte”; (c) PentaTone

CD Arabella Steinbacher: “Dvorak/Szymanowski: Violinkonzerte”; PentaTone

Delikate Farbmischungen

Von Georg Rudiger

Wenn man Violine spielt und Ana Chumachenco als Lehrerin und Anne-Sophie Mutter als Förderin hat, sind dies glänzende Voraussetzungen für eine Solokarriere. Arabella Steinbacher rechtfertigt das Vertrauen. Bei Szymanowskis erstem Violinkonzert bleibt ihr Ton selbst in den höchsten Lagen warm und nobel. Mit feinen Glissandi und dezentem Vibrato spürt sie der Exotik dieser Musik nach. Auch die Farbvielfalt des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin unter der Leitung von Marek Janowski lässt die Solovioline nie blass erscheinen.
Dvoráks Romanze in f-Moll ist in der Interpretation der Münchner Geigerin mehr nach außen gerichtet.

Sein Violinkonzert in a-Moll spielt Steinbacher in dunkleren Farben, mit solistischem Drive und auch in den Doppelgriffen mit blitzsauberer Intonation. Nur im mäßig schnell genommenen Finale würde man sich vielleicht eine freiere Gestaltung des Soloparts wünschen.

Dvorak/Szymanowski: Violinkonzerte
Arabella Steinbacher, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Janowski
(PentaTone)

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