crescendo Premium
Sofort bestellen:

7 Ausgaben mit Festspielguide + 6 Abo-CDs+Prämie Ihrer Wahl + Geschenk CD

crescendo Premium
Erst Testen:

1 Ausgabe gratis + 1 Abo-CD + Geschenk CD bei Abo-Bestellung

„Trilogie der Frauen” in Hamburg

19. Februar 2010

Dieser Abend ist den Frauen gewidmet: Eine „Trilogie der Frauen” hat die Hamburger Opernchefin Simone Young ihre vierte Premiere der Saison genannt. Eingerahmt von Arnold Schönbergs „Erwartung” und Wolfgang Rihms „Das Gehege” findet sich am 7. März 2010 auch eine Opern-Uraufführung von Oscar Strasnoy.

Im Auftrag der Hamburgischen Staatsoper schuf der argentinische Komponist mit Wohnsitz in Lyon ein temporeiches Ensemblestück mit vier Frauenpartien – das war die Vorgabe des Hamburger Opernhauses. Strasnoy fand schnell den passenden Stoff: „Der Ball”, ein Roman von Irène Némirovsky. 18 Monate hatte der Komponist Zeit für die Ausarbeitung der Partitur, deren Gesangspartien auf die stimmlichen und persönlichen Charaktere der Ensemblemitglieder ausgelegt sein sollten. Das Libretto schrieb der Kanadier Matthew Jocelyn, der auch die Regie der Produktion übernimmt.

Irène Némirovskys Roman „Der Ball” ist eine bitterböse Familiengeschichte: Die Eltern der 14-jährigen Antoinette planen einen Hausball, der ihnen einen angemessenen Platz in der feinen Pariser Gesellschaft sichern soll. Antoinette darf an dem glanzvollen Ereignis nicht teilnehmen, zu sehr sieht die gefühlskalte Mutter in dem heranwachsenden Mädchen eine Konkurrentin. Antoinette rächt sich für die erlittenen Demütigungen: Die Einladungen zum großen Ball wirft sie nicht wie aufgetragen in den Briefkasten, sondern in die Seine. Hinter einem Sofa versteckt beobachtet sie am Abend des Balls, wie die Aufregung ihrer Mutter nach und nach in Verzweiflung umschlägt, als niemand kommt…
Mit „Le Bal” hat Irène Némirowsky, die 1903 als Tochter eines jüdischen Bankiers in Kiew geboren wurde und mit ihrer Familie während der russischen Revolution nach Paris emigrierte, ihrer eigenen lieblosen Mutter ein wenig schmeichelhaftes Denkmal gesetzt. Schon in dieser frühen Novelle zeigt sich der nüchterne, genau beobachtende Blick der Autorin, der ihren literarischen Stil bis hin zu ihrem posthumen Erfolg „Suite française” prägt.

Termine:

„Trilogie der Frauen”
Arnold Schönberg: „Erwartung”
Oscar Strasnoy: „Le Bal” (Uraufführung/Auftragswerk der Hamburgischen Staatsoper)
Wolfgang Rihm: „Das Gehege”
Musikalische Leitung: Simone Young

Premiere A: 7. März 2010, 18.00 Uhr
Premiere B: 10. März 2010, 19.00 Uhr
Aufführungen: 14., 18., 23. und 26. März 2010, 19.00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter www.staatsoper-hamburg.de

Share

Einen Kommentar schreiben

 

Kommentar
Name
Email