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Zwei symphonische Werke Schumanns erstmals veröffentlicht

21. Mai 2010

Zum Schumann-Jahr 2010 hebt Breitkopf & Härtel bislang unbekannte Orchesterschätze.

Robert Schumann beschäftigte sich 1840/41 intensiv mit Entwürfen zu einer Symphonie in c-moll, bevor er in einem Schaffensrausch die Frühlingssymphonie B-dur op. 38 komponierte. Von seinen Entwürfen zu einer Symphonie c-moll hat sich ein g-moll-Scherzo als Particell mit Instrumentationshinweisen erhalten. Zeitgleich entstand die Abendmusik B-dur – ein Klavierstück, das Schumann dann mit dem Scherzo als Nr. 12 und 13 in die Bunten Blätter op. 99 aufgenommen hat. Pianistisch ist die Abendmusik jedoch nicht, sie wirkt eher wie ein Klavierauszug. Vermutlich stammt sie aus dem Umfeld der Frühlingssymphonie.

Der international renommierte Schumann-Forscher Joachim Draheim legte 1996 eine orchestrale Rekonstruktion des Scherzos vor. Erfahrungen mit Aufführungen und Einspielungen führten nun zu einer Neufassung. Im Auftrag der Sächsischen Staatskapelle hat Draheim auch eine Orchestrierung der Abendmusik vorgenommen. Die beiden kurzen Stücke, die einen guten Einblick in Schumanns symphonische Anfänge erlauben, weisen dieselbe Besetzung auf und passen tonartlich zusammen.

Beide Werke sind nun bei Breitkopf & Härtel als Mietmaterial erhältlich. Ein Mitschnitt der „Uraufführungen“ unter Leitung von Daniel Harding am 20. März 2010 in der Dresdner Frauenkirche erscheint noch 2010 bei Arthaus.
Am 6. Juni 2010, 23.30 Uhr, sendet MDR-Fernsehen und am 20. Juni 2010, 19.15 Uhr, arte das Entdeckerkonzert.

Quelle: BREITKOPF & HÄRTEL

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