ECHO KLASSIK 2017: Gábor Boldoczki

Foto: Marco Borggreve

Preisträger der Kategorie “Instrumentalist (Trompete)”

Penderecki, Say, Khachaturian, Arutiunian: “Oriental Trumpet Concertos” (Sony Classical)

Nachdem der Trompeter Gábor Boldoczki in den Orient reiste, durchschreitet er nun die Melodielandschaften Böhmens.

Wenn Gábor Boldoczki auf seiner Trompete spielt, putzt er unsere Ohren vollkommen neu. Kaum ein anderer klingt derart virtuos und ist stets auf der Suche nach neuen Klängen. Die „Süddeutsche Zeitung“ ernannte den aus Ungarn stammenden Musiker bereits zum „würdigen Nachfolger“ von Maurice André.

Den ECHO-Klassik erhält Boldoczki nun für sein Album „Oriental Trumpet Concertos“, auf dem er für Sony durch die Klangwelten des Orients reist und gleich zwei Weltersteinspielungen präsentiert: Altmeister Krzysztof Penderecki hat ihm sein „Concertino per tromba e orchestra“ gewidmet, der türkische Pianist und Komponist Fazil Say sein Trompetenkonzert op. 31. Bereichert wird das um Werke von Alexander Arutjunjan und einer Bearbeitung der „Bilder der Kindheit“ des armenischen Komponisten Aram Chatschaturjan. Boldoczki zaubert Höreindrücke wie auf einem orientalischen Gewürzmarkt.

Auch in seinem aktuellen Album geht der Trompeter auf Reisen. Dieses Mal nach Böhmen, wenn er auf „Bohemian Rhapsody“ mit typischem Belcanto-Ton in Werken von Benda, Dvorák oder Hummel eine Atmosphäre der volkstümlichen Tänze und schwelgerischen Melodien aufstöbert.

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