Ein Anruf bei … Richard Strauß in Langenselbold

(Foto: Privat)

Ein Anruf bei … Richard Strauß in Langenselbold, der ganz gut mit dem prominenten Namen lebt und sich schon ins Gästebuch der Strauss-Villa in Garmisch einschrieb.

Herr Strauß, wobei stören wir Sie ­gerade?
Ach, bei nichts eigentlich. Wir haben gerade ein kleines Familientreffen.

Kennen Sie denn den Komponisten ­Richard Strauss?
Ja, klar. Ich war sogar schon mal in seiner Villa in Garmisch-Partenkirchen, als wir da Urlaub gemacht haben. Das war natürlich lustig, mich mit meinem Namen in das Gästebuch von dem Haus einzutragen. Ich habe den Mitarbeitern sogar meinen Personalausweis gezeigt, damit sie mir das glauben – kann ja jeder sagen, dass er „Richard Strauss“ heißt! Es war auch sehr interessant, sein Haus zu besuchen. Da habe ich viel über ihn gelernt, zum Beispiel auch, dass er sich ursprünglich wie ich mit „ß“ geschrieben hat. Nur weil er dann international bekannt war, bis nach Rio de Janeiro und Amerika, hat er das dann ja geändert, weil die mit dem „ß“ nichts anfangen konnten.

Sind Sie eigentlich über Ecken mit der Strauss-Familie verwandt?
Nein. Es gibt aber trotzdem einen Bezug: Nämlich, dass Richard Strauss 1949 gestorben ist und ich 1949 geboren bin. Wir sind da nur eine Woche auseinander!

Haben Sie sich denn mal näher mit dem Komponisten befasst?
Ich war dieses Jahr in der Staatsoper in Wien, da war er ja Direktor, und da steht noch eine Büste von ihm – mit der habe ich mich dann fotografieren lassen.
Richard Strauß mit Richard Strauss sozusagen.

Haben Sie denn selbst auch etwas mit klassischer Musik zu tun?
Nein, nicht besonders. Ich höre vor allem Pop- und Rockmusik aus den 60ern und 70ern, und von klassischer Musik kenne ich eigentlich nur das, was jeder kennt.

Auch die bekannten Werke Ihres Namensvetters?
Naja, zu Strauss habe ich keinen großen Bezug. Die Musik, die er geschrieben hat, ist ziemlich schwierig, das ist keine leichte Kost. Ich erinnere mich, dass die Salome damals sehr umstritten war. Ich weiß auch, dass Strauss der Erfinder der GEMA war, weil er nicht eingesehen hat, dass er sich die Arbeit macht und Musik schreibt, und jeder verwertet das dann weiter.

Wie oft werden Sie auf Ihren Namen angesprochen?
Ich habe früher im Einkauf gearbeitet, da musste ich oft meinen Namen nennen und buchstabieren. Dann konnte ich immer sagen, „so wie der Komponist“, und dann wusste natürlich jeder sofort Bescheid. Der Name Richard Strauss ist sehr bekannt.

Ein letzter Strauss-Ähnlichkeits-Check: Fahren Sie Mercedes?
Nein.

Haben Sie einen Hund?
Nein.

Spielen Sie denn wenigstens Skat?
Tut mir leid, auch das nicht.

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