Kompositionswerkstatt im Klassenzimmer

Die Bewerbungsphase für “Zeitgenössische Musik in der Schule” ist soeben gestartet.

Zeitgenössische Musik in die Schule zu bringen, ist sowohl der Name als auch das Ziel des gleichnamigen niedersachsenweiten Programms, dessen Bewerbungsphase gerade gestartet ist. Bis zum 13. Mai können sich Fachlehrerinnen und –lehrer für Musik um einen der begehrten Plätze bewerben. Das Klassenzimmer verwandelt sich dann in eine Kompositionswerkstatt. In jeweils fünf Workshops mit Musikern, Komponisten und Ensembles erarbeiten die Schulklassen ganz eigene Werke zeitgenössischer Musik.

Anliegen des Projekts ist es, die vielfältigen Ausdrucksformen zeitgenössischer Musik wie Raumklangkompositionen, klingende Alltagsgegenstände oder Improvisation und Jazz mit ihrem Potenzial für die eigene Kreativität zu nutzen. Schülerinnen und Schüler experimentieren mit Klängen und Geräuschen, und zwar voraussetzungsfrei, ohrenöffnend, forschend, mit Musikinstrumenten oder umfunktionierten Alltagsgegenständen. Für das Programm kooperiert die Niedersächsische Sparkassenstiftung mit der Musikland Niedersachsen gGmbH und dem Niedersächsischen Kultusministerium. Erstmalig 2004 angeboten, geht es nun in die siebte Runde.

Das Programm richtet sich niedersachsenweit an Klassen aller Schulformen der 5. bis 13. Jahrgangsstufe. Bis zum 13. Mai 2016 können sich Musiklehrerinnen und -lehrer hier für eine Teilnahme bewerben. Anschließend werden acht Schulklassen von einer Jury ausgewählt, die dann von Ende August bis Mitte November 2016 von Musikern, Komponisten oder Ensembles mit eigens für das Projekt entwickelten Unterrichtskonzepten besucht werden. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den Dozenten und den beteiligten Lehrkräften angestrebt.

Auch 2016 sind namhafte Künstlerinnen und Künstler aus verschiedensten Spielarten zeitgenössischer Musik dabei. Unter anderem Klangkünstler Heiko Wommelsdorf, die Komponisten Ehsan Ebrahimi und Philipp Henkel, Musikvermittlerin Gundel Gebauer und Komponist Christof Littmann sowie aus dem Orchester musica assoluta Komponist, Dirigent und Cellist Thorsten Encke und Hornistin Jessica Hill.

Als neuer Kooperationspartner wurde die Hörregion Hannover gewonnen. Gemeinsam mit dem Deutschen HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover sollen die Ohren nicht allein im Hinblick auf zeitgenössische Klänge und ungewöhnliche Hörerlebnisse geöffnet werden. “Wie funktioniert es eigentlich, das Hören?” lautet daher die Frage, der in der Auftaktveranstaltung sowie im Rahmen der Schulworkshops nachgegangen werden soll.

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