Doulce Mémoire: Vergessene Renaissance-Schätze

Doulce Mémoire: Vergessene Renaissance-Schätze

Bereits der Name des Ensembles ist Programm, nennt es sich doch nach einem der größten Schlager der Renaissance: dem Chanson Doulce Mémoire von Pierre Regnault alias Sandrin von 1537.

Vergessene Vokal-und Instrumentalmusik aus dieser Zeit will der französische Flötist und Gründer des Ensembles Denis Raisin Dadre wiederbeleben. Etwa die frühen Madrigale von Philippe Verdelot (um 1480 bis um 1530). Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war der Franzose wohl nach Italien gekommen und kam dort zu Ehren, als Giulio de Medici ihn 1524 zu seiner Inthronisation zu Papst Clemens VII. einlud und er es zum meistpublizierten Komponisten seiner Zeit in Italien brachte. Spannend Dadres Ansatz, der Vokalversion eines Verdelotschen Madrigals gleich eine instrumentale und verzierte Version folgen zu lassen, die inspiriert ist von dem Lehrbuch eines Zeitgenossen: dem venezianischen Blockflötisten, Gambisten und Hofmusiker des Dogen Sylvestro Ganassi.

Philippe Verdelot und Sylvestro Ganassi: „Madrigali Diminuiti“ Ensemble Doulce Mémoire, Denis Raisin Dadre
(Ricercar)
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