Elektrisierende Intensität: David Oistrach spielt Sibelius

Elektrisierende Intensität: David Oistrach spielt Sibelius

Um eine echte Analogaufnahme aus dem historischen Stereo-Katalog der Columbia handelt es sich bei der 1959 in Philadelphia produzierten sensationellen Einspielung des Violinkonzerts von Jean Sibelius durch die russische Geiger-Ikone David Oistrach, die jetzt bei Speakers Corner Records in einem blitzsauberen AAA-Remaster auf 180-g-Vinyl erschienen ist: Unter der straffen Leitung seines langjährigen Chefs Eugene Ormandy gab das bestens eingestellte Philadelphia Orchestra einen wuchtigen Gegenpart zu der elektrisierenden, geballten Intensität des Solisten, der hier, in einer beispiellosen Tour de Force und mit überirdischer Präzision am Führungs-anspruch des US-Violingottes Jascha Heifetz kratzte: Mit dieser ersten
US-Produktion setzte der 51-jährige Sowjet-Star Oistrach damals eine neue Referenz, die bis heute nichts eingebüßt hat von ihrer überwältigenden, sogartigen Suggestivität. Zudem kann man hier überprüfen, welche audiophilen Standards man vor fast sechs Jahrzehnten bei Columbia bereits pflegte.

Sibelius: „Concerto in d, op. 47“, David Oistrach, The Philadelphia Orchestra, Eugene Ormandy
(Speakers Corner)
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