Gefühl pur: Kirill Troussov & Alexandra Troussova

Gefühl pur: Kirill Troussov & Alexandra Troussova

Verklärt, aus weiter Ferne, gehaucht, gesungen kommen die ersten Töne der Melancholie von César Franck, die Kirill Troussovs wundervoller Bogenstrich andachtsvoll, einfach makellos klingen lässt.

Franck, einst Wunderkind ohne Erfolg, schuf seine prägenden Werke spät. Dennoch, sein Andante quietoso op. 6, das er mit 21 schrieb ist, ist hier schlicht betörend, ja schubertianisch schön – Alexandra Troussova offenbart die Vielfarbigkeit ihres virtuosen Klavierspiels. Die Geschwister harmonieren so ausgezeichnet, dass ihr filigranes Zusammenspiel den Raum öffnet, jeden Ton zu atmen. Ihr Foto auf der Rückseite des Covers könnte an Liebesverhältnisse in Wagners Walküre erinnern. Das Spiel der beiden kulminiert im finalen Allegretto poco mosso von Francks berühmter Violinsonate ebenso wie in der vom Jazz geprägten Violinsonate von Ravel in reiner Ekstase. Der Titel hält, was er verspricht – hier hört man mit Bravour Gefühle pur.

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