Klang-Flirt: Gabriel Schwabe spielt Saint-Saëns

Klang-Flirt: Gabriel Schwabe spielt Saint-Saëns

Bei seiner sukzessiven Einspielung der Solokonzerte von Camille Saint-Saëns gelangte Marc Soustrot mit dieser Aufnahme zu den Cellowerken. Neben den ersten beiden Cellokonzerten gibt es als Encore den berühmten Sterbenden Schwan in der üppigen Instrumentation Paul Vidals. Der noch nicht 30-jährige Deutschspanier Gabriel Schwabe gleitet leicht und mit Meisterschaft durch dieses Repertoire. Die Überraschung auf diesem Album ist aber nicht das berühmte erste Cello-Konzert, sondern die Suite in D-Dur. Auch wenn der klangliche Zugriff des Malmö Symphony Orchestra stellenweise recht markant ist, erweist es sich hier als sensitiver Akrobat französischer Musik. Gabriel Schwabe macht mit bei diesem Flirt und rückt die erst 1919 orchestrierte Suite in überraschende Nähe zum sich etablierenden neoklassizistischen Stil. Vielleicht spielte Saint-Saëns ja doch mit dem Gedanken, den Schritt ins harmonisch freiere 20. Jahrhundert zu wagen.

Saint-Saëns: „Cello Concertos Nos. 1&2“, Gabriel Schwabe, Malmö Symphony Orchestra, Marc Soustrot
(Naxos)
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