Klaus Hampl: Klarinettenreise

Klaus Hampl: Klarinettenreise

Werke zweier Grenzgänger stellt der Klarinettist Klaus Hampl in einer spannenden Kombination vor:

Als Brite afrikanischer Herkunft beschäftigte sich Samuel Coleridge-Taylor (1875–1912) auch mit anderen Kulturen, so mit Longfellows The Song of Hiawntha. Ergänzt wird sein auf dieses Indianer-Epos reflektierende Klarinettenquintett op. 10 durch op. 31 des als Paul Frankenburger geborenen Paul Ben-Haim (1897–1994). Beide Werke setzen mit Klangsprachen am Rand der Spätromantik das Soloinstrument farbenreich und formal überraschend in Szene. Klaus Hampl, der sich in immer spannendere Repertoire-Abgründe vortastet, und das mit samtener Grundierung aufwartende Quartetto di Roma machen die Begegnung zu einem Faszinosum, aus jedem Ton sprechen innere Beziehung und Engagement. Diese Überzeugung wird reicher Klang. Und es steigert sich beim Hören die Neugier auf weitere Werke von Paul Ben-Haim, dessen Biografie ein Spiegel der grausamen Geschichte des 20. Jahrhunderts ist.

Ben-Haim und Coleridge-Taylor: „Klarinettenquintette“, Klaus Hampl, Quartetto di Roma
(Naxos)
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