Was für eine Vielfalt!: Ralph Bollmanns „Walküre in Detmold”

Was für eine Vielfalt!: Ralph Bollmanns „Walküre in Detmold”

Haben Sie schon einmal Fidelio in Neustrelitz gesehen oder Hoffmanns Erzählungen in Annaberg-Buchholz? 1997 hat sich der Journalist Ralph Bollmann auf eine außergewöhnliche Mission begeben: Er wollte alle Opernhäuser Deutschlands, die ein eigenes Ensemble haben, besuchen. 13 Jahre hat er dafür gebraucht und dabei ein verblüffendes Spektrum an Eindrücken gesammelt. Gerade in der Provinz fand er oft erstaunlichen Enthusiasmus und künstlerischen Mut. Sympathisch, wohlwollend, klug, unterhaltsam und gut gelaunt erzählt er von seinen Erlebnissen und schafft damit ganz nebenbei auch einen einzigartigen musikalischen Reiseführer quer durch Deutschland. „Walküre in Detmold“, das nun endlich auch als Taschenbuch vorliegt, ist eine Liebeserklärung an all die Veranstaltungshäuser, die mit weltweit einzigartiger Fülle ihr Publikum mit Oper und Schauspiel, Konzert und Tanz versorgen! Es ist eine Liebeserklärung an die deutsche Kulturlandschaft selbst!

Von Maria Goeth

Ralph Bollmann: „Walküre in Detmold“
(Klett-Cotta)
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Kommentare

  1. Strelitzer
    15. August 2017 at 12:52

    Ich finde, auf dieses großartige Werk sollten alle Kulturpolitiker einen neu einzuführenden Amtseid ablegen. Diese so liebevoll beschriebene Landschaft wird seitdem ja wahrlich nicht größer. Nächste Spielzeit zum letzten Mal wohl Oper in Neustrelitz, bevor auch dort die Fremdbespielung anläuft. Bezeichnenderweise mit dabei: Fidelio, jenes Werk, dass die Initialzündung für Bollmanns Buch lieferte! Es sei denn, es geschehen noch Zeichen und Wunder, sonst gibt’s in M-V ab 2018/19 wohl das Staatstheater mit den längsten Fluren – Autobahnen für den “kurzen” Dienstweg.

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