Schubert mal zwei: Günther Groissböck und Gerold Huber

Schubert mal zwei:  Günther Groissböck und Gerold Huber

Beide sind sie fordernde Meilensteine der Liedliteratur, die vom Interpreten gleichermaßen absolute Hingabe und technische Kontrolle verlangen: die Winterreise und der Schwanengesang von Franz Schubert. Auf seinem jüngsten Doppelalbum wagt sich der österreichische Bass Günther Groissbröck gleich an beide Gipfelwerke des romantischen Klangmalers heran. Im intensiven Zusammenspiel mit dem sehr sensibel agierenden Gerold Huber am Klavier beweist er dabei eine sehr direkte und zupackende Deutung der Liedzyklen. Klar geführt und sonor schwingend im Klang durchdringt er die psychologisch auskomponierten Dichtungen mit der dunklen Farbe seiner Stimme, lässt sie fordern und verzweifeln, sehnen und verzagen. Jenseits des Überkultivierten und Zerfasernden transportiert er dabei stringent und klanggewaltig die Intensität von Schuberts Tonsprache. Ein faszinierender Ansatz, der trägt.

Von Dorothea Walchshäusl

Franz Schubert: „Schwanengesang & Winterreise“, Günther Groissböck, Gerold Huber
(Decca)
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