Sergiu Celibidache: Ekstase und Clarté

Sergiu Celibidache: Ekstase und Clarté

Insgesamt vier Konzertprogramme leitete Sergiu Celibidache zwischen 1949 und 1955 bei den Wiener Symphonikern, und glücklicherweise wurde das Konzert vom 30. Oktober 1952 aufgezeichnet, woraus nun Johannes Brahms 1. Sinfonie als erster historischer Beitrag auf dem orchestereigenen Label erschienen ist (hoffentlich folgen noch die Stücke vor der Pause: Liszts Les Préludes und Ravels Konzert für die linke Hand mit Casadesus). Offen gestanden habe ich die Wiener Sinfoniker noch nie so hochklassig gehört: in der Gesamtgestaltung, der Abstimmung und im Wechselspiel der Gruppen – aber das war überall so, wo Celibidache hinkam. Der gestaltende Grundzug ist derselbe wie in seinen späteren Stuttgarter und Münchner Konzerten, freilich jugendlicher, dramaturgisch gestraffter, und dabei von erfüllender Kantabilität, sozusagen als glückliche Kreuzung deutscher Ekstase und romanischer Clarté. Ein Dokument zeitloser Größe.

Sergiu Celibidache: Sinfonie Nr. 1
Wiener Symphoniker (Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-)
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