Händels Heldinnen: Sonya Yoncheva

Händels Heldinnen: Sonya Yoncheva

Während Sonya Yoncheva in dieser Spielzeit als Bellinis Norma, Verdis Violetta und Tschaikowskys ­Tatiana auf den Opernbühnen der Welt steht, widmet sie sich in ihrem neuen Album überraschenderweise dem Barock. „Ich singe sie mit meiner Stimme und meiner Persönlichkeit“, sagt die Sopranistin von Händels historischen und mythologischen Protagonistinnen aus barocken Opern und Oratorien. In getragenen Tempi gibt sie den Frauen auf ihren Wegen zur Selbstbeherrschung und Standhaftigkeit eine Stimme. Eine Stimme, die mit Wärme, Kraft, Sinnlichkeit und Feingefühl aufblüht und betört. Begleitet wird die ECHO Klassik-Gewinnerin von dem Ensemble Acadamia Montis Regalis unter Alessandro De Mondi, das sich zuweilen etwas zu zurückhaltend unterordnet. Im Gegensatz dazu stehen die beiden Duette mit der Mezzosopranistin Karine Deshayes aus Rodelinda und Theodora, in denen sich beide Stimmen wundervoll gleichberechtigt bewegen und die Geschichten der Frauen erzählen, die Händel so verehrt hat.

Von Anna Mareis

Sonya Yoncheva: „Händel“ (Sony)
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