Surrealistischer ­Bildvirtuose: “Man Ray 1890-1976″

Surrealistischer ­Bildvirtuose: “Man Ray 1890-1976″

„Ist es nicht eine ewige Nachahmungsmanie, die den Menschen daran hindert, Gott zu sein?“ Der 1890 in Philadelphia geborene Man Ray war Fotograf, Maler, Regisseur und Objektkünstler zugleich. Er experimentierte, arrangierte, collagierte und entwickelte mittels Mehrfach- und Überbelichtung völlig eigene Techniken. Das Ergebnis waren unverkennbare, verrückte, erotische, aber immer von eigentümlicher Ästhetik geprägte Schwarz-Weiß-Bilder, die ihn im Paris der 1920er- und 30er-Jahre zum Liebling der Dadaisten und Surrealisten und zu einem Vorreiter der modernen kreativen Fotografie machten. Seine zuweilen verstörenden Bildwelten haben bis heute nicht an Kraft verloren. Der Taschen Verlag hat nun eine umfangreiche, erschwingliche Monografie mit einer Auswahl von Man Rays Werken herausgebracht – inklusive Textporträt von Surrealismus-Kollege André Breton und Essays auf Deutsch, Englisch und Französisch. Betrachtenswert!

Manfred Heiting (Hrsg.): „Man Ray. 1890–1976“
(Taschen)
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