Ungezähmter Mendelssohn: Isabelle Faust zelebriert das 5. Violinkonzert

Ungezähmter Mendelssohn: Isabelle Faust zelebriert das 5. Violinkonzert

Zart und luftig setzt die Solo-Geige zu Beginn von Felix Mendelssohn-Bartholdys Violinkonzert ein, bevor sie sich auf einen ungestümen Dialog mit dem Orchester einlässt. Isabelle Faust und das Freiburger Barockorchester unter Pablo Heras-Casado präsentieren das berühmte Werk des Romantikers gründlich entschlackt und weit entfernt von Aufführungstraditionen des 20. Jahrhunderts. Die historische Spurensuche führte sie zu Geigenvirtuosen wie Joseph Joachim, der das Stück mit vielen Anmerkungen in seiner „Violinschule“ veröffentlichte. Flotte Tempi und ungewohnte Spieltechniken zeigen einen Mendelssohn mit Ecken und Kanten. Die düstere Hebriden-Ouvertüre lässt erahnen, wie er die wilde Natur Schottlands erlebte. Und der Reformations-Sinfonie ist die Leidenschaft des jungen Komponisten für seine Religion anzuhören. Auch Robert Schumann haben Faust, Heras-Casado und die Freiburger schon einer solchen Frischzellenkur unterzogen.

Mendelssohn: „Violin Concerto No. 5, The Hebrides“, Isabelle Faust, Freiburger Barockorchester, Pablo Heras-Casado
(harmonia mundi)
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