Verliebte Klapperstörche: Dresdner Barock

Verliebte Klapperstörche: Dresdner Barock

Wenn zwei Oboen im Höchsttempo miteinander duettieren, kann das schon mal an verliebte Klapperstörche erinnern – so zum Beispiel im zweiten Allegro der Sonate von Johann Friedrich Fasch, die das Ensemble Zefiro auf seinem Album „Dresden“ eingespielt hat. Dort reiht sie sich mit sieben weiteren Werken für eben diese Besetzung von sechs ebenfalls der Dresdner Hofkapelle verbundenen Komponisten ein. Es wirkte damals das Who’s who der wichtigsten Musiker in der Hofkapelle mit – und wer nicht dort spielte, komponierte zumindest für das Orchester, wie Vivaldi und Telemann. Prall gefüllt mit musikalischen Kleinodien und von dem betörenden Timbre der Zefiro-Oboisten profitierend, beweist sich „Dresden“ als musikalische Entdeckungsreise ersten Ranges. Eine der Triosonaten von Zelenka hätte auch gut zu Heinichen & Co. oder der Neuentdeckung Califano gepasst, die gibt es von Zefiro aber schon auf einem separaten Album.

„Dresden“, Zefiro, Alfredo Bernardini
(Arcana)
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