Mitreißend ­intelligent

Foto: Delphine Jouandeau

Vor dieser Frau muss man einfach den Hut ziehen! Während andere Pianistinnen sich die Haare schön machen und mit routiniertem Pathos die immer gleichen Crowd-Pleaser vorführen, geht Cathy Krier unbeirrt ihren eigenen Weg. Nach intelligenten Konzeptalben wie „Dutilleux & Scarlatti“ oder „Rameau & Ligeti“ sowie einem Janáček-Porträt hat die dreißigjährige Luxemburgerin nun ihre vierte CD vorgestellt: Berg, Schönberg, B.A. Zimmermann und den späten Liszt. Im selbst verfassten Booklet erklärt sie den Hintersinn, nämlich die Entwicklung der atonalen Musik hörbar nachzuvollziehen. Verblüffenderweise ist das Ergebnis keine trockene Musikwissenschaftsstunde, sondern eine mitreißende Expedition, die nicht zuletzt von der klangsinnlichen und technisch makellosen Interpretation lebt. Aktuell tourt Cathy Krier als Rising Star durch Europa, Wolfgang Rihm schrieb ihr eigens ein Stück dafür. Gehen Sie, hören Sie selbst!

Cathy Krier: Das Klavier im 20.Jahrhundert
Cavi-Music (Harmonia Mundi)
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