Rätsel des Alltags

Rätsel des klassischen Alltags

Wer hätte gedacht, dass ich, der Sohn einer armen Bäckersfamilie, einmal Friedensbotschafter werde oder ein Tag im Jahr nach mir benannt wird? Sicher kein Mensch.

Mein Talent, das übrigens auch schon in meinem Vater geschlummert hat, führte aber nicht auf direktem Weg zum Erfolg. Ich begann mein Berufsleben als einfacher Lehrer und wechselte erst später mein Fach. Niemand kann sich heute vorstellen, dass ich damals ernsthafte Geldprobleme hatte und mir mein Studium als Versicherungsvertreter finanziert habe. Später war Geld nie ein großes Problem – na ja, abgesehen von meinen umgerechnet 12,5 Millionen Euro Steuerschulden. Meine Karriere blühte schnell auf, ich füllte Opernsäle, Konzertsäle, später sogar ganze Arenen. Ich wurde der Superstar der klassischen Musik, obwohl ich keine Noten lesen konnte. Meine Fans hoben mich in höchste Höhen, reisten mir auf meinen Tourneen durch die ganze Welt hinterher und überschütteten mich in Berlin mit vollen 67 Minuten Applaus. Leider gab es aber auch kritische Stimmen, die meine Gagen und eine angebliche Banalisierung meines Repertoires bemängelten. Aber über die kann ich hinwegsehen, denn meine Bewunderer feiern mich auch noch weit nach meinem Tod. Über die Köpfe meiner 100.000 Beerdigungsbesucher flogen zehn Kampfjets, erwiesen mir die letzte Ehre und zeichneten die Flagge meines geliebten Vaterlandes in den Herbsthimmel. Ma il mio mistero è chiuso in me, il nome mio nessun saprà!

Rätsel lösen und Karajan gewinnen!

Wer ist hier gesucht? Wenn Sie die Antwort kennen, dann schreiben Sie Ihre Lösung unter dem Stichwort „Alltags-Rätsel“ an die crescendo-Redaktion, Rindermarkt 6, 80331 München oder per E-Mail an gewinnspiel@crescendo.de. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir die CD-Box „Karajan – The Sacred & Choral Recordings“ (Deutsche Grammophon). Einsendeschluss ist der 01.08.2017.
Die Gewinnerin unseres letzten Alltagsrätsels ist Julia Wenzel aus Berlin. Die Lösung war „Alle meine Entchen“.
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Kommentare

  1. Beobachter
    11. Juni 2017 at 23:26

    Bitte den Kommentar von Monika Junge löschen. Da steht nämlich die Lösung!

    • crescendo Redaktion
      12. Juni 2017 at 13:03

      Vielen Dank für den Hinweis! Wir haben den Kommentar nun gelöscht.

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