“Requiem for a Glacier” – Totenmesse für einen Gletscher

Ein Requiem für einen Gletscher? Der Farnham-Gletscher der kanadischen Provinz British Columbia ist von der Gletscherschmelze bedroht – der britische Komponist Paul Walde widmete dem Naturwunder nun eine Totenmesse.

Insgesamt 40 Sänger und ein Orchester aus Profi- und Amateurmusikern der Region trafen sich inmitten des kanadischen Eises, um das Werk gemeinsam unter der Leitung von Ajtony Csaba, Chefdirigent des Central European Chamber Orchestras, aufzuführen. Bergführer halfen Ausrüstung und Teilnehmer unbeschadet zum Aufführungsort zu bringen.

Mit seinem Projekt möchte Walde auf die immer weiter voranschreitende Gletscherschmelze infolge des Klimawandels aufmerksam machen, die auch das ,,Jumbo Glacier’’ bedroht – ein seit der letzten Eiszeit bestehendes Gebiet in dem auch der Farnham Gletscher angesiedelt ist.

Unterstützung erhielten er und sein Team dabei nicht nur durch Kultur- und Umweltorganisationen, sondern auch über die Internetplatform ,,indiegogo’’, auf der nach dem Prinzip des sogenannten Crowdfundings online gespendet werden kann. Je nach Spendenhöhe bekamen Unterstützer Aufnahmen oder Videos der Performance. Ab 5.000 Dollar gab es eine ,,Goldcard’’ und damit die Möglichkeit als einer der wenigen Besucher vor Ort dabei zu sein, denn in Waldes Projektbeschreibung heißt es ausdrücklich:

 ,,Written and performed for the glacier alone’’

 ,,Requiem for a Glacier’’ auf indiegogo:  www.indiegogo.com/projects/requiem-for-a-glacier

 

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