41. Fränkische Musiktage Alzenau

(Foto: privat)
Alzenau (D)
14.10. – 20.11.2016

Unter dem Thema „Transit – von Herz zu Herz“ stehen 2016 die 41. Fränkischen Musiktage, eines der traditi­onsreichsten Festivals ­junger Künstler in Deutsch­land. 22 internationale ­junge Preisträger werden zum „Music Campus ­RheinMain“ erwartet. Historische Spielstätten wie die Burg Alzenau bieten ein besonderes Ambiente für ein vielfältiges musikalisch-­literarisches Programm, das insbesondere die diesjährigen Jubilare William Shakes­peare, Friedrich Rückert und Max Reger beleuchtet.

 


Möge es 
zu Herzen gehn!

Junge Künstler in Frankens Schlössern und Burgen.

Als „kleine Prinzessin der Trompete“ wird sie gefeiert. Lucienne Renaudin-Vary, 1999 in Saint-Sébastien-sur-Loire geboren, beeindruckt mit ihrer Virtuosität und Spielfreude. Jazz und Klassik schenkt sie gleichermaßen ihre Leidenschaft, seit sie im Alter von neun Jahren ihr Studium begann und bereits zahlreiche Preise bei Wettbewerben gewann. Die Fränkischen Musiktage, die als Festival junger Künstler bundesweite Bedeutung genießen, bieten die wunderbare Gelegenheit, sie in der Reihe „Rising Stars“ auf dem Podium zu erleben. Vier Solokonzerte und ein Sinfoniekonzert mit der Jungen Philharmonie Frankfurt RheinMain präsentieren die Stars von morgen.

Das traditionsreiche Festival widmet sich dem Thema „TRANSIT – von Herz zu Herz“. Das ist der Weg, den Musik und Literatur stets aufs Neue beschreiten und der uns auch mit Dichtern und Komponisten der Vergangenheit verbunden hält. Mehrerer Jubilare gilt es in diesem Jahr zu gedenken. Da sind die Todestage von William Shakespeare, Friedrich Rückert sowie Max Reger, und zum 150. Mal jährt sich der Geburtstag von Ferruccio Busoni. Historische Spielstätten wie der spätgotische Rittersaal der Burg Alzenau oder die Wallfahrtskirche Kälberau bilden den würdevollen Rahmen für ein vielfältiges musikalisch-literarisches Programm.

Der Music Campus RheinMain führt 22 Preisträger von Wettbewerben aus einem Dutzend Ländern zu Kammermusikprojekten zusammen. Ausgewählte Studenten der Institute für historische Aufführungspraxis europäischer Musikhochschulen sind eingeladen, am Orchesterprojekt für Originalklanginstrumente Music Campus Baroque Orchestra mitzuwirken. Mit dem Süddeutschen Kammerchor unter Gerhard Jenemann bringen sie Beethovens Missa Solemnis zur Aufführung. „Von Herzen – Möge es wieder – Zu Herzen gehn!“ überschrieb Beethoven das Autograf der Partitur. Diese im Originalklang zu hören, ist ein ebenso seltenes wie großartiges Angebot.

Geistlicher Gesang bestimmt auch den Auftritt des Chors des Bayerischen Rundfunks. Unter seinem neuen Leiter Howard Arman singt er Alfred Schnittkes Chorkonzert. Der 1998 verstorbene Komponist, in dessen Werk Fremdes und Eigenes, Altes und Neues zusammenschmolz, griff auf jahrhundertealte Gebete aus dem Buch der traurigen Lieder des armenischen Mystikers Gregor von Narek zurück. In archaischer Mehrstimmigkeit hebt ein Drama des Glaubens an, das schließlich mit dem „Amen“ wie einem befreienden Ausatmen in der Gewissheit des Glaubens verklingt.

Termine
  • Chor des Bayerischen Rundfunks 23.10.
  • Music Campus RheinMain ­Baroque Orchestra 12. und 13.11.
Genres
Jubiläum, Kirchen, Schlösser, Konzert

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