Mozartfest Würzburg

(Foto: Gisela Schenker)
Würzburg
2.6. – 2.7., 20.7.2017

Mozartfest Würzburg „Für Mozart, mit Mozart und durch Mozart“ Jedes Jahr im Frühsommer bildet die fürstbischöfliche Barockstadt Würzburg den Rahmen für das renommierte Mozartfest – und das bereits seit 1921. Aus der Mozartwoche der Zwanziger Jahre hervorgegangen, vertritt das Mozartfest heute den Anspruch, das Werk Wolfgang Amadé Mozarts zu pflegen, zu vermitteln und ein Podium für eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit seiner Musik zu schaffen. Das Festivalprogramm lädt mit über 60 Konzerten und Veranstaltungen dazu ein, klassische Musik in hochkarätigen Besetzungen von Kammermusik, Sinfonik, Vokalmusik und Weltmusik zu erleben. Jährlich rund 25.000 Besucher schätzen die Vielfalt des Angebotes: erstklassige Orchester- und Kammerkonzerte im prächtigen Kaisersaal der Würzburger Residenz (UNESCO-Weltkulturerbe) und stimmungsvolle Open-Air-Konzerte im illuminierten Hofgarten – die beliebten „Nachtmusiken“ – gehören seit dem Gründungsjahr zum festen Repertoire. Außerhalb der barocken Pracht lockt das Mozartfest mit exklusiven Veranstaltungen, die Mozarts Musik und die Vorzüge Mainfrankens aufs Schönste verbinden: Weltmusik und Kabarett in Weinkellern und Weingütern der Region, Sinfoniekonzerte im beeindruckenden Würzburger Dom, unterhaltsame Klassik in postindustriellem Ambiente oder musikalisch-kulinarische Galaabende – umrahmt von malerischen Weinbergen und fränkischer (Lebens)Kunst. Mozart(-fest) im 21. Jahrhundert. Das Mozartfest steht ebenso für Bewahrung und Kontinuität wie für künstlerischen und intellektuellen Aufbruch. Große Musik der Vergangenheit mit dem Heute zu konfrontieren, sie neu zu befragen, in ihrer Aktualität neu begreifbar und fühlbar zu machen, das ist das Mozartfest im 21. Jahrhundert. Nicht Klassik als museale Rückschau, sondern Belebung durch das Hier und Heute. Mozart ist dabei stets Ausgangspunkt und hell leuchtender Fixstern. Das jährliche Festivalthema legt einen Fokus auf zentrale Aspekte der Klassik. Eine herausragende Künstlerpersönlichkeit, der „Artiste étoile“, prägt das jeweilige Jahresprogramm mit seinen Konzerten. Exklusive und innovative Programme, Auftragskompositionen, renommierte Komponisten und Weltklasse-Interpreten: daraus entsteht ein spannendes Mozartfest, das einlädt zu neuen Hör- und Erlebnisperspektiven. Für, mit und durch Mozart Würzburg als Mozartstadt? Ja unbedingt! „Liebstes bestes Herzens-Weibchen!“ schrieb Wolfgang Amadé Mozart im Jahr 1790 an seine Frau Constanze. „Zu Würzburg haben wir unsern theuern Magen mit Kaffee gestärkt, eine schöne prächtige Stadt.“ Nur zu gut kann man sich vorstellen, wie Mozart mit der Kutsche über holprige Straßen in Würzburg einfuhr und beim Anblick der damals erst fünfzig Jahre alten Residenz ins Schwärmen geriet. Seine Musik ist in Würzburg geblieben und hat hier eine Heimat gefunden. Wenn das Mozartfest alljährlich seine Tore öffnet, macht die Welt Station in Würzburg. Hier spricht man „Mozart“, die Musiksprache der Welt. Eine schöne prächtige Stadt, in der Mozarts Geist und die Musik lebt und atmet – damals wie heute! Eine einzigartige geistige Wahlverwandtschaft! Das Fest, die Stadt und die Menschen. Das Mozartfest ist tief in der Region verwurzelt. Gestärkt durch zahlreiche Kooperationen mit herausragenden Repräsentanten der Stadt, ist das Mozartfest ein Ort der Vernetzung und neuer Ideen. Getragen durch die öffentliche Hand und das Engagement von starken Partnern aus der Wirtschaft sowie Förderern und Freunden, strahlt es als kulturelles Aushängeschild weit über seine fränkische Heimat und die Grenzen des Freistaates Bayern hinaus. Die Würzburger sind stolz auf „ihr Mozartfest“. Diesem Rückhalt in der Bevölkerung begegnet das Mozartfest mit seinem vielseitigen Programm unter dem Motto „Mozart für alle“. Neue Konzertformate wie die „Jupiternacht“ als Last Night mit Moderation und anschließender Party oder der „Mozarttag“, der die Straßen und Plätze der Stadt in einen klingenden Konzertsaal verwandelt – das Mozartfest Würzburg schafft den Spagat zwischen Klassik und Unterhaltung, regionaler Behaglichkeit und internationalem Format. Das Mozartfest als „Ohrenfänger“ Musik spricht für sich, doch ist es deutlich schwieriger geworden, ihr Gehör zu verschaffen. Mit seinem Musikvermittlungsprogramm stellt sich das Mozartfest der Verantwortung, die klassische Musik mit denen zu teilen, die sich den Zugang erst erarbeiten – egal ob junge oder jüngste Ohren, Menschen in der Mitte des Lebens oder Senioren. Das Mozartfest will Brücken bauen, Begeisterung wecken und den Spaß daran vermitteln, klassischer Musik nicht nur passiv, sondern auch aktiv zu begegnen. Mozart im Reagenzglas: MozartLabor. Man muss sich in unbekanntes Terrain begeben um Neuland zu entdecken: mit dem „MozartLabor“ geht das Mozartfest Würzburg neue Wege. Eingerichtet im idyllisch gelegenen und gleichzeitig inspirierenden Exerzitienhaus Himmelspforten, bietet es Raum zum Musizieren, Diskutieren und Experimentieren – mit Klängen, Sprache, digitalen Medien. Etablierte Künstler und Geistesgrößen, begegnen jungen Stipendiaten verschiedener Disziplinen in Gesprächspodien, Lecture-Konzerten, offenen Proben oder Multimedia-Projekten. Dieser fach- und generationenübergreifende Austausch lädt – auch das Publikum – zum leidenschaftlichen Forschen für und mit Mozart ein. Tradition seit 1921. 1921 fand auf Initiative des damaligen Leiters des Musikkonservatoriums Herrmann Zilcher das erste Mozartkonzert im Kaisersaal der Würzburger Residenz statt. „Eine innige Vermählung zwischen Ton, Architektur und Farbe“, beschreibt Zilcher die Symbiose zwischen Mozarts Musik, der prachtvollen Architektur Balthasar Neumanns und der hohen Kunst Giovanni Battista Tiepolos und Antonio Bossis. Aus dieser Begeisterung heraus wurde der Grundstein für Deutschlands ältestes bestehendes Mozartfest gelegt. Seither hat es sich als einmaliger Ort der ernsthaften wie lebendigen Pflege der Werke Mozarts etabliert und ist europaweit einzigartig in seiner bald 100-jährigen Geschichte in der Auseinandersetzung mit seiner Musik. Im Mai 2015 wurde das Mozartfest Würzburg ausgezeichnet: mit dem EFFE-Label 2015-2016. Das EFFE-Label (»Europe for festivals, festivals for Europe«) wurde vom Dachverband der europäischen Festivals EFA (European Festivals Association) mit Förderung der europäischen Union initiiert und dieses Jahr erstmals vergeben. Das Label zeichnet Festivals aus, die sich durch ihr innovatives künstlerisches Konzept, gesellschaftliches Engagement und durch eine europäische und internationale Perspektive hervorheben. Neben dem Mozartfest Würzburg wurden unter anderem die renommierten Berliner Festspiele, das Edinburgh International Festival und das Festival d’Aix en Provence sowie weitere Festivals aus insgesamt 31 europäischen Ländern durch eine internationale Jury ausgewählt.

Was ist Reife?


Weltstars der Klassik: Das Mozartfest Würzburg 
fragt nach der Tiefe im Schönen.

Über Mozart kann man nur staunen. In seinen knapp 36 Lebensjahren schuf er ein Werk höchster Vollendung. Aber wie verhalten sich Lebensalter und Reife zueinander? „Mozart 36 – Was ist Reife?“, fragt das Mozartfest Würzburg. 60 Konzerte laden zur lebendigen Begegnung mit Mozarts Musik. Artiste étoile ist die Sopranistin Christiane Karg. Sie konzertiert mit den Bamberger Symphonikern, dem Geiger Renaud Capuçon und dem Pianisten Kit Armstrong im prachtvollen Rahmen der Fürstbischöflichen Residenz Würzburg, UNESCO-Weltkulturerbe. René Jacobs, Sakari Oramo, Xavier de Maistre und Isabelle Faust geben dort ihr Debüt beim Mozartfest. Zur „Nachtmusik“ lädt die Klarinettistin Sabine Meyer in den illuminierten Hofgarten. Das MozartLabor bietet eine Plattform für den freien, interdisziplinären Gedankenaustausch über Mozart. Die „Jupiternacht“ beschließt das Festival mit einem temperamentvollen Finale.

Termine
  • 18.6. & 1.7. Nachtmusik
  • 5.6. Armida Quartett
  • 6. & 7.6. René Jacobs und B’Rock
  • 
10.6. Sakami Oramo
  • 10. – 13.6. MozartLabor
  • 16.6. Festival Strings Lucerne
  • 20.6. Jörg ­Widmann, Tabea Zimmermann, Dénes Várjon
  • 22.6. Fauré Quartett
  • 28.6. Christiane Karg, Renaud Capuçon, Kit Armstrong
  • 2.7. Jupiternacht
Genres
Kirchen, Open Air, Schlösser, Konzert

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